«Servant»: Plagiatsvorwürfe gegen Shyamalan und Apple

Francesca Gregorini hat eine Klage gegen Apple und Kult-Regisseur M. Night Shyamalan eingereicht. Die italienisch-, US-amerikanische Regisseurin, Drehbuchautorin und Filmproduzentin ist der Meinung, die Handlung ihres 2013 gedrehten Films «The Truth About Emanuel» sei von Apple und Shyamalan in der Psycho-Thriller-Serie «Servant» kopiert worden.

Stefan Rechsteiner

Apples Servant soll «auffallend ähnliche» Handlungselemente wie ihr Film aufweisen. Darunter eine «fast irrationale gegenseitige Hingabe» zwischen einer Mutter und nach dem Verlust eines Kindes und ihrem Kindermädchen, wobei die Mutter all ihre Energie in eine Puppe steckt.

Gregorini behauptet weiter, dass der für die Serie zuständige Regisseur Shyamalan einfach die Prämisse ihres Filmes nahm und sie durch eine «männliche Linse» betrachte. Männer würden dabei auf die psychischen Probleme einer Frau herabsehen und sich auf den Sexappeal des Kindermädchens fokussieren.

Shyamalan, Apple, sowie der eigentliche Serien-Schöpfer Tony Basgallop sollen der Klageschrift zufolge die Erfahrungen von Gregorini und anderen Frauen, die am «Emanuel»-Film beteiligt waren, «negieren». Der Film ist inspiriert von der Lebensgeschichte von Gregorini.

Trailer zu «The Truth About Emanuel»

Streitigkeiten dieser Art sind nicht neu. Insbesondere für Shyamalan nicht. 2003 sah der Drehbuchautor Robert McIlhinney im Shyamalans Film «Signs» Ähnlichkeiten zu seinem damals noch unveröffentlichten Script «Lord of the Barrens: The Jersey Devil». Ein Jahr später hatte der Verlag «Simon & Schuster» ähnliche Anschuldigungen gegen Shyamalans Film «The Village» geäussert. Demnach wies der Horror-Film Ähnlichkeiten zum 1996er-Buch «Running Out of Time» von Margaret Peterson Haddix auf. Zu einem Gerichtsverfahren ist es dabei jedoch nie gekommen. Und auch dem Autor Orson Scott Card zufolge sollen Teile des Shyamalan-Films «The Sixth Sense» aus seinem Buch «Lost Boys» stammen. Der Autor hatte aber nie Klage eingereicht.