WWDC-Absage immer wahrscheinlicher: Behörden verbieten Massenversammlungen

Vor wenigen Tagen noch hatte die Gesundheitsbehörde des kalifornischen Bezirks Santa Clara Unternehmen aufgrund der Coronavirus-Epidemie empfohlen, Events abzusagen oder zu verschieben. Weil sich die Situation verschlechtert hat, haben die Behörden in der Gemeinde nun ein Dekret erlassen, nach welchem für vorerst drei Wochen alle Massenversammlungen im Bezirk verboten werden.

Der Bezirk Santa Clara befindet sich im Silicon Valley – er umfasst unter anderem die Ortschaften Cupertino, Palo Alto, Mountain View und San Jose.

Damit wächst erneut die Wahrscheinlichkeit, dass die für den Juni erwartete Entwicklerkonferenz «WWDC» von Apple abgesagt werden könnte oder zumindest nicht wie gewohnt durchgeführt werden kann. Der Mac-Hersteller gab das Datum der hauseigenen Entwicklerkonferenz in den vergangenen Jahren jeweils zwischen Ende Februar und Mitte März bekannt. Zwar gilt die neue Richtlinie der lokalen Behörde vorerst nur für drei Wochen, aber das Verbot kann jederzeit verlängert werden – ebenso die allgemeine Empfehlung, Massenveranstaltungen abzusagen oder zu verschieben. Als Alternative prüfen Veranstalter anderer betroffener Messen Möglichkeiten, die Veranstaltungen online als Streaming-Event durchzuführen – ähnliches spekulieren viele nun auch für die diesjährige WWDC.

Von Stefan Rechsteiner
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