WWDC und der Corona-Virus: Behörden im Silicon Valley empfehlen Unternehmen grosse Veranstaltungen abzusagen

Im kalifornischen Bezirk Santa Clara, in welchem sich Apples Heimatstadt Cupertino befindet, hat die lokale Gesundheitsbehörde bekannt gegeben, dass auf dessen Hoheitsgebiet mittlerweile 20 Personen positiv auf das neue Corona-Virus getestet worden sind. Die Behörde hat zudem neue Richtlinien (PDF) angekündigt, um die Ausbreitung des Virus in der Region einzudämmen. Unter anderem empfiehlt das Santa Clara County neu Unternehmen direkt, Massenversammlungen abzusagen oder zu verschieben.

Aufgrund der Corona-Virus-Epidemie wurden bereits verschiedene grosse ICT-Messen und -Konferenzen abgesagt. Im Februar wurde die weltgrösste Smartphone-Messe «Mobile World Congress» in Barcelona abgesagt, Facebook hat kürzlich aus Sorge um eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus seine Entwicklerkonferenz «F8» abgesagt und auch Googles Entwicklerkonferenz «Google I/O» wird in diesem Jahr nicht stattfinden – der Suchmaschinen- und Daten-Riese prüfe derzeit aber ein «alternatives Format».

Für die für den Juni erwartete «WWDC» von Apple gibt es bis dato keine Informationen. Der Mac-Hersteller gab das Datum der hauseigenen Entwicklerkonferenz in den vergangenen Jahren jeweils zwischen Ende Februar und Mitte März bekannt. Mit der neuen Richtlinie der lokalen Behörden wird nun in der Branche mehr denn je erwartet, dass auch Apple seine Entwicklerkonferenz in diesem Jahr zumindest nicht wie gewohnt durchführen wird. Es wird spekuliert, ob das Unternehmen die Veranstaltung absagen, auf den Herbst verschieben oder womöglich in einen Internet- bzw. Streaming-Event umwandeln wird.

Von Stefan Rechsteiner
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