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WWDC: Jahr für Jahr die spannendste Apple-Veranstaltung

Statt einer Gerüchtezusammenfassung hier der Grund, weshalb die WWDC der Apple-Event schlechthin ist.

Veröffentlicht am Freitag, 01. Juni 2018, um 14:42 Uhr von Stefan Rechsteiner

Über das ganze Jahr verteilt hält Apple verschiedene Events. Waren es früher meist Keynotes an grossen Messen, sind es heute von Apple selbst veranstaltete Events. Dadurch kann man sich zwar nicht mehr so sicher sein, ob es denn nun «noch ein Apple-Event» geben wird im Monat X oder Y. Gleichzeitig hat sich bei Apple über die letzten Jahre aber auch ein gewisses Muster eingebürgert. Weil es verglichen zu früher weniger Veranstaltungen sind, hat sich überdies die Wichtigkeit der einzelnen Events vergrössert. Die Hand ins Feuer legen kann man heute für mindestens zwei Events im Jahresverlauf: Im Sommer, meist im Juni, gibt es die Worldwide Developers Conference, kurz WWDC. Und jeweils im Herbst, meist im September, gibt es ein grosses Special Event, an welchem normalerweise neue iPhone-Modelle vorgestellt werden. Dazu kommt manchmal im Frühling ein Special Event und im Herbst gibt es ebenfalls oft noch eine zweite, kleinere Veranstaltung. Auch wenn die Herbst-Keynotes medial am meisten Aufsehen erregen, ist es die Entwicklerkonferenz im Sommer, an welcher man am meisten über Apples Weg in die Zukunft erfährt.

Für die medial getriebenen und Gadget-verliebten Krethi und Plethi bietet die Anfang Sommer stattfindende WWDC meist nicht viel Aufsehen-Erregendes. Die Konferenz hat traditionell einen starken Software-Fokus.

Manchmal aber gibt es auch die eine oder andere neue Hardware zur WWDC. Im letzten Jahr beispielsweise wurde der intelligente Lautsprecher «HomePod» erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Vor drei Jahren war es der Musik-Streamingdienst «Apple Music» und vor fünf Jahren gab es eine Vorschau auf einen komplett neu konzipierten «Mac Pro» (welcher sich bis heute kaum unverändert im Verkauf hält).

Früher wurde die Entwicklerkonferenz noch öfters auch für die Präsentation neuer Hardware genutzt – insbesondere solcher für professionelle Anwender. Der Power Mac G5 beispielsweise wurde an der WWDC 2003 vorgestellt. Auch schon wurde die WWDC für eine iPhone-Präsentation genutzt. So zuletzt 2010, als Steve Jobs auf der WWDC-Bühne das iPhone 4 mit dem neuen Retina-Display vorstellte. Der Produktezyklus des iPhone verschob sich im darauffolgenden Jahr vom Sommer auf den Herbst.

Heute richtet sich die einwöchige Veranstaltung in erster Linie wieder an Entwickler, die für die verschiedenen Plattformen und Produkte des Unternehmens neue Applikationen und Dienstleistungen anbieten. Aber auch für das gemeine Volk bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, einen ersten Blick auf kommende Software-Entwicklungen und oft auch in strategische Überlegungen für die Zukunft des Konzerns zu erhaschen. Die Veranstaltung gibt entsprechend auch einen Einblick darauf, was Apple für das kommende Jahr im Köcher hat.

Da es Apple jüngst bei Software-Entwicklungen viel besser gelingt, Geheimnisse auch wirklich geheim zu halten, umgibt die WWDC auch eine speziellere Atmosphäre als die Herbst-Keynotes. Zwar bleibt aufgrund der fehlenden Gerüchte oft auch etwas der «mediale Hype» um die WWDC-Keynote aus, doch genau dieser Umstand macht die Veranstaltung für Interessierte auch spannender. Bei neuen iPhone-Modellen jeweils im Herbst gelingt Apple die Geheimnisbewahrung – aus Gründen – oft nicht so gut, wodurch vor der Vorstellung der neuen iPhone-Modelle meist schon die meisten Details über diese bekannt sind. Die Special-Events im Herbst geniessen entsprechend mehr Aufmerksamkeit und haben mehr «Buzz» weil «mehr Gadgets» – aber in den letzten Jahren gab es oft auch viele enttäuschte Nutzer, weil Apple halt nur präsentieren konnte, was vielen schon im Voraus bekannt war.

Anders bei der WWDC. Die Konferenz startet am Montag mit einer grossen Eröffnungskeynote. Man erwartet zwar, dass Apple dann neue Betriebssystem-Versionen wie iOS 12, macOS 10.14, watchOS 5 und tvOS 12 vorstellen wird – was genau diese neuen Systeme aber für Neuigkeiten mit sich bringen werden, ist auch so kurz vor der Veranstaltung noch weitestgehend unbekannt. Nicht ganz ausgeschlossen ist überdies, dass Apple vielleicht doch die eine oder andere neue Hardware zeigen wird. Sicher aber wird es von Apple wie in den Vorjahren eine Plethora an Software-Neuerungen geben – welche genau, wird sich erst am Montag-Abend zeigen.

Die Fülle an Neuerungen, die Apple Jahr für Jahr an der WWDC zeigt; die Tragweite dieser über viele folgende Monate hinweg; und die Tatsache, dass es auch kurz vor der Keynote kaum handfeste Details über das Kommende gibt, machen die WWDC zur interessantesten Veranstaltung in Apples Jahresverlauf. Man darf gespannt sein.

Die WWDC 2018 wird am Montag, 4. Juni um 19 Uhr mit einer Keynote eröffnet und dauert bis am Freitag, 8. Juni. macprime wird am Montag zeitnah von den Keynote-Neuerungen von Apple und die ganze Woche ausführlich über die WWDC aus San Jose berichten.

Tags: Apple, Gerüchte, WWDC, WWDC 2018

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