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Nick Hayek über Swatchs erste intelligente Uhr

4 Kommentare — Veröffentlicht am Samstag, 06. September 2014, um 08:20 Uhr von Patrick Bieri

Im Jahr 2015 wird die Swatch Group seine erste eigene intelligente Uhr auf den Markt bringen. Swatchs CEO Nick Hayek hat sich in einem Interview detaillierter über den Funktionsumfang dieser Uhr geäussert. Eine Partnerschaft mit einem IT-Konzern schloss Hayek im Interview nicht aus.

Intelligente Uhren werden seit Monaten zum nächsten grossen Elektronik-Trend hochgeschrie(be)n. Trotzdem hat noch kein grosser Uhren-Hersteller aus dem Land der Uhren eine eigene intelligente Uhr vorgestellt. Der Schweizer Uhrenindustrie wird deshalb nicht von wenigen vorgeworfen, ein Branchen-Trend zu verschlafen.

Bei der Swatch Group hat man die Marktbewegungen seit langem beobachtet. Im letzten Monat kündigte das Unternehmen an, im Jahr 2015 die erste eigene intelligente Uhr auf den Markt zu bringen. Swatchs CEO Nick Hayek hat sich nun in einem Interview detaillierter über die erste eigene intelligente Uhr des Unternehmens geäussert.

Swatchs erste intelligente Uhr mit «swatch-typischen Funktionen»

Swatchs erste intelligente Uhr wird eine Weiterentwicklung der «Touch»-Uhr sein. Diese wird im Jahr 2015 auf den Markt kommen und mit einigen Fitness-Sensoren ausgerüstet sein. Gemäss Hayek wird die Uhr in der Lage sein, die Schritte des Nutzers zu zählen. Aus diesen Daten kann auch der Energieverbrauch des Nutzers berechnet werden.

Die Swatch Touch wird bald mit Fitness-Sensoren ausgerüstet Quelle: Swatch

Die intelligente Uhr wird über weitere «swatch-typische Funktionen» verfügen. Welche Funktionen dies sein werden, darauf ging Nick Hayek nicht ein.

Nick Hayek schliesst Zusammenarbeit mit IT-Unternehmen nicht aus

Alle grossen IT-Konzerne wollen mit uns zusammenarbeiten, wie Nick Hayek selbstsicher sagt. Ich schliesse nicht aus, dass wir mit einer dieser Unternehmungen zusammenarbeiten, wie der CEO geheimnisvoll anfügt.

Die Swatch Group ist in der Lage, ein eigenständiges Produkt auf den Markt zu bringen. Das Unternehmen beliefert bereits die Hersteller von Fitnessbändern mit Displays und Batterien. «Obwohl wir zahlreiche Firmen beliefern, äussern wir uns nicht zu diesen Verträgen», wie Hayek im Interview sagt. Bekannt ist, dass Swatchs Tochtergesellschaft Renata Batterien für Garmins Fitness-Tracker vivofit liefert.

Andere Hersteller werden von Swatchs «Electronic Systems»-Division beliefert. Zu dieser Division gehören die Unternehmen EM Microelectronic (Halbleiterhersteller), Micro Crystal und Renata (Batteriehersteller). Dieser Geschäftsbereich gehört jedoch nicht zu Swatchs Kerngeschäft: im letzten Jahr resultierte ein Verlust von 12 Millionen Franken.

Swatch verkauft Uhren, keine Technologien

Für viele Analysten würde eine Partnerschaft zwischen Apple und der Swatch Group Sinn machen. Nick Hayek weist im Interview allerdings darauf hin, dass das Unternehmen keine Technologien verkaufe. Die Swatch Group konzentriere sich auf den Verkauf von Uhren. Falls die Käufer eine Uhr mögen, werden sie sich auch mit den technischen Finessen anfreunden.

Nick Hayek hält es für problematisch, eine Uhr lediglich über ihre technischen Funktionen definieren zu wollen. Keine Uhr verkaufe sich nur mit technischen Argumenten, wie der CEO überzeugt ist.

Gerät Schweizer Uhrenindustrie ins Hintertreffen?

Lange hielten sich die Schweizer Uhren-Hersteller zurück, wenn es um die Lancierung von intelligenten Uhren ging. Bekannt ist die Notruf-Uhr «Limmex», mit welcher bei Bedarf ein Notruf abgesendet werden kann. Swatch macht nun als erstes Uhren-Unternehmen einen konkreten Schritt zur Lancierung einer intelligenten Uhr.

Branchen-Experten zeigten sich in der Vergangenheit besorgt, dass die Schweizer Uhren-Industrie ohne eigene intelligente Uhren einen Trend verpassen könnte. Das zeigt sich auch am Aktienkurs der Swatch Group, der in diesem Jahr bisher um 16 Prozent sank. Die Investoren sorgen sich gemäss dem Vontobel-Analysten René Weber um die Auswirkungen einer intelligenten Uhr von Apple auf die Swatch Gruppe.

Das Design der intelligenten Uhren wird immer besser und auch die Technologie verbessert sich stetig. Die Withings Activité wurde beispielsweise in der Form einer klassischen Armbanduhr gestaltet. Für den Betrachter ist nicht sofort ersichtlich, dass es sich um einen Aktivitätsmesser handelt. Durch solche Schritte dürfte in Zukunft die Hemmschwelle sinken, eine intelligente Uhr zu kaufen.

Kategorie: Schweiz
Tags: Apple, Design, Intel, Intelligente Uhr, iWatch, Schweiz, Smartwatch, Swatch, Technologien, Uhr, Uhrenindustrie

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4 Kommentare

Kommentar von sierra (#28203)

Ich habe mir gerade mal die Moto 360 näher angeschaut.
Die Uhr sitzt wie ein Stück Blei auf dem Arm 11.5 mm hoch. Eine Schweizer Durchschnittsuhr wie die Bahnhofsuhr von Mondaine ist vielleicht 8mm hoch und hat 40 mm Durchmesser. Aber nicht 46 mm wie die Moto.
Der Stromverbrauch ist viel schlimmer als gedacht. Man muss täglich aufladen. Wenn ich am Segeln und beim Camping bin muss der Akku + Solarpanel mitgenommen werden. Das ist kein Vergleich zu einem Batteriewechsel alle 2 Jahre bei Swatch oder Mondaine Watch Uhren.
Optisch kommt die Moto noch anständig daher auch wenn man das nicht mit einer Rado vergleichen kann.

Kommentar von anonymous9640 (#28204)

also zu den Massen der Moto 360, das ist gar nicht so extrem, meine aktuelle von Casio hat ziemlich genau die gleichen Masse. Klar wer eine feine Uhr bevorzugt, für den ist die nichts.
Aber wenn die Uhr noch dünner wäre, wäre die Akkulaufzeit noch mieser. Allerdings werde ich mir so schnell keine Smartwatch kaufen, wegen der Akkulaufzeit und weil ich den Mehrwert noch nicht sehe.

Kommentar von dag (#28206)

ich habe eine zeno basel die ist 55 mm durchmesser, und ca. 15 mm dich. zur zeit trage ich die omega seamaster planet ocean co-axial chrono. die hat 45,5 mm dm., und ist ca. 18mm dick in der mitte. da das safirglass gewoelt ist. da ich meine omega schon ueber drei jaher habe, wueste ich nicht was mir die apple watch bieten koennt. sowiso eine schweizer uhr geht ueber alles.

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