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Twint darf mit Paymit — Neustart erst 2017

13 Kommentare — Veröffentlicht am Montag, 12. September 2016, um 06:22 Uhr von Stefan Rechsteiner

Die WeKo hat entschieden: die beiden Schweizer Bezahllösungen Twint und Paymit dürfen künftig gemeinsame Sache machen. Bis das neue Twint an den Start geht, vergehen aber noch ein paar Monate.

Das mobile Bezahlssystem verschiedener Schweizer Banken und des Finanzdienstleisters SIX hat am Freitag von der Schweizer Wettbewerbskommission (WeKo) grünes Licht für den Zusammenschluss mit dem ehemaligen Konkurrenten Paymit der UBS erhalten. Die beiden Bezahlsysteme dürfen zusammengehen, der Neustart unter dem Namen «Twint AG» darf damit anlaufen. Das Ziel der beiden ehemaligen Konkurrenten ist ein offener und plattformunabhängiger Bezahldienst, der wettbewerbsfähig, kundenfreundlich und kanalübergreifend ist, so Twint.

Die neue Aktiengesellschaft gehört je zu einem Drittel der PostFinance, der SIX und einem Zusammenschluss der fünf grössten Schweizer Banken — der UBS, der CS, der Raiffeisen, und der Zürcher- sowie der Waadtländer Kantonalbank.

Der Fahrplan sieht vor, dass die beiden Systeme auf dem Markt bis im November unter dem Namen «Twint» agieren. Anfang 2017 dann, genauer ab Mitte Januar, soll das ehemalige Paymit wie auch die bisherigen Twint-Nutzer auf das neue Twint-System umgestellt werden.

Das neue Twint 2

Der Zusammenschluss der beiden Schweizer Bezahldienste wurde von den Banken zusammen mit der Swisscom und den beiden Schweizer Grossverteilern Migros und Coop im Frühling initiiert. Zusammen sollen die beiden Systeme derzeit nach eigenen Angaben 500’000 Nutzer haben. Diese können das bisherige Twint und Paymit weiter wie gewohnt einsetzen.

Apple Pay seit Juli in der Schweiz

Im Juli ist Apples Bezahldienst «Apple Pay» in der Schweiz gestartet. Der Dienst wird derzeit erst von wenigen Kreditkarten-Herausgebern unterstützt, kann jedoch schweizweit in einem Gross der Geschäften — all jenen, deren Terminals kontaktloses Bezahlen unterstützen — eingesetzt werden. Mit der Veröffentlichung des neuen Mac-Betriebssystems «macOS Sierra» am 20. September wird Apple Pay auch im Browser in Online Shops eingesetzt werden können. Welche Anbieter dies konkret unterstützen werden ist derzeit aber noch nicht bekannt.

Kategorie: Schweiz
Tags: Apple Pay, BCV, Bezahldienst, Bezahlen, Bezahllösung, Coop, CS, Migros, Paymit, PostFinance, SIX, Swisscom, Tapit, Twint, UBS, Waadtländer Kantonalbank, Zürcher Kantonalbank ZKB

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13 Kommentare

Kommentar von anonymous9640 (#29558)

@vowchr, natürlich kann Apple detektieren ob das iPhone an einen Zahlungsterminal gehalten wird oder sonst ein NFC Tag. Dann könnte man ganz einfach eine Default Bezahlapp einrichten welche dann automatisch geöffnet wird. Wäre alles möglich, wenn denn Apple wollte.

Aber wie ich schon sagte, dagegen sprechen natürlich Gründe finanzieller Art. Apple Pay wird wenn von vielen genutzt ganz schön viel Cash in die Kasse spülen. Klar hat da Apple wenig Interesse an Konkurrenz Apps die auf NFC setzen.

Kommentar von KTM525 (#29587)

Nun, Twint unterstützt glaube ich aktuell auch kein NFC auf Android Smartphones. Oder haben sie das inzwischen geändert?

Vielleicht wird Apple die iOS NFC API irgend wann einmal freigeben, im Moment aber ist die Bedienung von Apple Pay einfach perfekt und zusammen mit der Apple Watch sogar genial. Eine App manuell zu starten um bezahlen zu können ist ein absolutes no go.

Und wenn es um Sicherheit geht, ist weniger immer mehr. Es muss nicht nur die API freigegeben werden, sondern die Apps für den Store müssen zusätzlich getestet werden. Es müssen Funktionen für den schnellen Wechsel der Apps entwickelt werden usw. Das alles hilft dann auch der usability nicht, wenn man es einfach so schnell, um der Funktion willens, einbaut. Nicht jeder NFC Chip der in die Nähe des Smartphones kommt ist auch ein Bezahlterminal.

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