Milano: Kinderrechtsbehörde kritisiert iPhone-Werbung mit Kleinkind
Apple hat vor Kurzem im italienischen Milano ein Werbeplakat entfernt, das ein Kleinkind mit einem mit Essensresten verschmierten iPhone zeigte – versehen mit dem Schriftzug «Tutto ok, è iPhone» («Alles ok, es ist ein iPhone»).
Das Plakat war Teil der schon länger global laufenden «Relax, it’s iPhone»-Kampagne von Apple, mit der die Robustheit des iPhone beworben wird – etwa mit Sujets, die das Gerät im Regen, im Maul eines Hundes oder am Rand einer Badewanne zeigen.
Das Kleinkind-Sujet löste in Norditalien einen kleinen Skandal aus. Auslöser war Berichten zufolge eine Beschwerde einer Person bei der italienischen Kinderschutzbehörde «Autorità Garante per l’Infanzia e l’Adolescenza (AGIA)». Die Behörde warf Apple daraufhin vor, das Sujet normalisiere «elektronisches Babysitting (baby-sitting elettronico)». Solche Motive bringe Kinder auf den Weg zu digitaler Sucht mit «schwerwiegenden Folgen für ihre psychologische und kognitive Entwicklung», so die Behörde weiter.
Eine öffentliche Stellungnahme gab Apple nicht ab; wie «La Repubblica» schreibt wurde das Kleinkind-Motiv mittlerweile durch eine Werbung zu «Find My (Wo ist?)» ersetzt.
Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am
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