Apple gründet Tochterunternehmen für «Apple Pay Later»-Kredite

Mit «Apple Pay Later» hat Apple vor einer Woche anlässlich der diesjährigen WWDC einen «Buy Now, Pay Later»-Dienst (kurz «BNPL») angekündigt. Die neue Zahlungsart wird Bestandteil vom kommenden iOS 16. Mit dem Dienst können Kosten eines Apple-Pay-Kaufs auf vier gleich grosse Raten in einem Zeitraum von sechs Wochen aufgeteilt werden. Apple verlangt dafür weder Zinsen noch Gebühren. Verfügbar ist Apple Pay Later überall dort, wo Apple Pay akzeptiert wird. Händler und App-Anbieter müssen die Funktion nicht eigenständig integrieren, es funktioniert automatisch mit der herkömmlichen Apple-Pay-Implementierung.

Wie nun bekannt wurde, plant Apple, Entscheidungen über die Kreditwürdigkeit der nutzenden Personen selbst zu treffen. Gemäss Berichten sowohl von Bloomberg wie auch CNBC hat der Mac-Hersteller dafür eine Tochtergesellschaft namens «Apple Financing» gegründet. Diese neue Institution führt die Kreditprüfungen und Kundengenehmigungen durch. Das neue Unternehmen operiere getrennt von Apple und habe die notwendigen US-Lizenzen für diese Tätigkeit erhalten.

Bisher zog sich Apple für Dienstleistungen im Finanzsektor stets Institutionen wie «Goldman Sachs» zu Hilfe – beispielsweise für Kreditprüfungen und Kundengenehmigungen für die Apple-Kreditkarte «Apple Card». Daher ist Goldman Sachs auch bei «Apple Pay Later» mit-involviert. Die Funktion kann mit der Apple Card benutzt werden, Goldman Sachs wickelt als Bank entsprechend die Mastercard-Zahlungen ab. Apple ist auch mit der neuen Tochtergesellschaft an sich (noch) keine Bank.

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

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