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Apple Pay in der Schweiz doch noch vor Twint+Paymit und Swatch am Start?

1 Kommentar — Veröffentlicht am Mittwoch, 08. Juni 2016, um 06:42 Uhr von Stefan Rechsteiner

Einem neuen Bericht zufolge soll der mobile Bezahldienst von Apple bereits am kommenden Montag in der Schweiz starten. Vorerst jedoch nur mit der Cornèr Bank als hiesigen Partner.

Geht es nach dem Finanzwelt-Magazin «finews.ch», dann wird Apple Pay in der Schweiz bereits nächste Woche am Montag starten. Am gleichen Tag startet in San Francisco die Entwicklerkonferenz «WWDC» mit einer Eröffnungskeynote. Sollte sich der Bericht bestätigen, dürfte Apple die Apple-Pay-Lancierung auf dem Schweizer Markt entsprechend während der Keynote erwähnen. Der mögliche Schweizer Start könnte dann zusammen mit anderen Märkten angekündigt werden.

Erst kürzlich wurde dem iPhone-Hersteller für den mobilen Bezahldienst eine angepeilte zügige Expansion in Asien und Europa nachgesagt. Gerüchte um eine Apple-Pay-Lancierung gab es in letzter Zeit neben dem hiesigen Markt auch für Brasilien, Frankreich und Japan. Apple selbst hat den Dienst für dieses Jahr bereits für den Spanischen Markt angekündigt, davon ist bisher aber noch nichts zu sehen. Auch in Hongkong soll der Dienst noch in diesem Jahr starten. Neben dem Heimmarkt USA, in dem der Bezahldienst bereits eine sehr breite Unterstützung von hunderten Banken und verschiedensten Detailhändlern geniesst, ist der Dienst bisher in Australien, Grossbritannien, Kanada, Singapur und China lanciert worden. Abgesehen von China hatte der Dienst zum Start jedoch in allen Märkten nur eine sehr geringe Unterstützung seitens der Banken. Mittlerweile hat sich dies aber geändert.

Auch in der Schweiz soll der Dienst vorerst nur eine einzige Partnerbank haben. Laut dem finews-Bericht soll Apple Pay in der Schweiz mit der Tessiner Cornèr Bank starten.

Paymit und Twint schliessen sich zusammen

Diese Meldung deckt sich mit den bisherigen Vermutungen, dass Apple hierzulande bei den Finanzinstituten einen schweren Stand haben könnte. Verschiedene grosse Finanzinstitute von der Credit Suisse über die USB, PostFinance und Raiffeisen, sowie Kantonalbanken, der Finanzdienstleister SIX, der Telekommunikationsgigant Swisscom und die Grossverteiler Coop und Migros versuchten seit vergangenem Jahr mit Paymit und Twint bereits eigene Lösungen aufzubauen. Dies gelang insbesondere Twint dank der Adaption in den Coop-Filialen und einer grossen Werbekampagne bisher nicht schlecht. Trotzdem mussten die Initianten der beiden Dienste jüngst einsehen, dass die Schweizer Anbieter wohl nur zusammen gegen die drohende Konkurrenz aus Übersee eine Chance haben könnten — weshalb im Frühling Fusionsgespräche aufgenommen wurden. Diese Gespräche konnten vorletzte Woche erfolgreich abgeschlossen werden. Zusammen soll nun ein gemeinsames System aufgebaut werden, die Marke «Paymit» wird zugunsten «Twint» verschwinden und im Herbst dann soll der neue, vereinheitlichte Dienst an den Start gehen — sofern auch die Wettbewerbskommission der Fusion zustimmen wird.

Wettrüsten gegen Apple und Co.

Auch wenn die Paymit- und Twint-Initianten das so wortwörtlich nicht zugeben wollen, ist der Zusammenschluss doch eigentlich ein Wettrüsten gegen die kommenden Bezahl-Dienste der IT-Giganten Apple, Google und Co. Deshalb erstaunt es auch nicht, dass der Apple-Dienst hierzulande zum Start nur mit der Cornèr Bank starten soll. Dass Apple in der Schweiz früher oder später mit Apple Pay an den Start gehen wird, war absehbar. Entsprechende Gerüchte gibt es schon länger. «Apple Pay» wurde bereits im Dezember 2014 im Schweizer Markenregister eingetragen. Der Mac-Hersteller aktivierte die Marke «Apple Pay» zudem Anfang dieses Jahres.

Cornèr + Swatch

Die Cornèr Bank arbeitet im Übrigen auch mit dem Schweizer Uhrengiganten Swatch zusammen. Dieser möchte hierzulande im Sommer mit der «Bellamy» eine mit NFC ausgerüstete Uhr auf den Markt bringen, mit welcher Einkäufe an bestehenden Terminals bezahlt werden können.

Sollte sich der neue Bericht bestätigen, könnte Apple in der Schweiz nun sowohl Swatch wie auch dem erneuerten Twint doch noch zuvor kommen.

Neuere iPhones und Apple Watch können Apple Pay

Apple Pay startete in den USA im Oktober 2014. Für den Bezahldienst setzt Apple auf die NFC-Technologie, wodurch es mit den weit verbreiteten Contactless-Bezahlterminals kompatibel ist. Alle iPhones seit 2014 verfügen über NFC. Der Chip wird von Apple bisher nur für den Bezahldienst genutzt und ist für Drittanbieter nicht verfügbar. NFC steckt somit im iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPhone 6s, iPhone 6s Plus, iPhone SE und in der Apple Watch. Mit diesen Geräten kann «Apple Pay» benutzt werden. Autorisiert wird eine Zahlung über den Fingerabdrucksensor «Touch ID» bei den iPhones oder durch das Tragen der Apple Watch.

Kategorie: Schweiz
Tags: Apple, Apple Pay, Bezahldienst, Bezahllösung, Bezahlsystem, Cornèr Bank, CornerCard, Credit Suisse, Paymit, Schweiz, Twint, UBS

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