Health: Apple mit Fokus auf Seh- und mentaler Gesundheit

Die für den Herbst angekündigten iOS 17, iPadOS 17 und watchOS 10 enthalten neue Funktionen mit speziellem Fokus auf die mentale Gesundheit und die Sehgesundheit.

Stefan Rechsteiner

In der «Health»-App in iOS und iPadOS 17 und über die «Achtsamkeit»-App in watchOS 10 kann neu auf «motivierende und intuitive» Art der aktuelle Gemütszustand reflektiert werden. Die neuen Funktionen erlauben das Festhalten der momentanen Gefühlslage und der täglichen Stimmungen.

Nutzerinnen und Nutzer können dazu durch «motivierende multidimensionale Formen» scrollen und auf einer Skala von «Sehr gut» bis «Sehr schlecht» auswählen, wie sie sich aktuell fühlen. In einem weiteren Schritt können Assoziationen ausgewählt werden, die auf die aktuellen Gefühle den grössten Einfluss hatten – etwa «Familie» oder «Reisen» – und die Gefühle am besten beschreiben – zum Beispiel «Dankbar» oder «Besorgt».

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In der Health-App werden die Daten dann ausgewertet und es können mögliche Einflüsse auf den Gemütszustand erkannt werden – sei dies durch die Assoziationen oder auch durch den Lebensstil der nutzenden Person, denn andere Daten wie Schlaf oder sportliche Aktivitäten können zum direkten Vergleich mit herbeigezogen werden. Durch diese Einblicke soll nicht nur die mentale, sondern mit auch die allgemeine Gesundheit besser verstanden und gemanagt werden können.

Ebenfalls in der Health-App verfügbar werden neu Fragebogen sein, die auch in Krankenhäusern zum Einsatz kommen, mit denen Depressionen und Angstzustände erkannt werden können. Mit all diesen Daten kann die App das Risiko für Depressionen oder Angst bestimmen. Im Notfall zeigt die App mögliche Anlaufstellen in der Region der nutzenden Person und es gibt die Möglichkeit, die Daten über ein PDF zu exportieren, welches dann mit den Ärzten geteilt werden kann.

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Weiter gibt es neue Gesundheits-Funktionen in den verschiedenen Geräten für ein gesünderes Verhalten, die in die «Sehgesundheit» einspielen – respektive sollen sie das Risiko von Kurzsichtigkeit reduzieren. Wie Apple während der WWDC23-Keynote sagte, gehört die Kurzsichtigkeit zu den weltweit häufigsten Einschränkungen des Sehvermögens. Angeblich sollen bis zu 30 Prozent der Weltbevölkerung von Kurzsichtigkeit betroffen sein und bis 2050 könnten es sogar bis zu 50 Prozent sein.

Von Fachleuten empfohlene Verhaltensweisen, um das Risiko von Kurzsichtigkeit bei Kindern zu mindern, umfassen beispielsweise einen grösseren Abstand von Augen zu Displays und Büchern oder tagsüber mehr Zeit im Freien zu verbringen. Genau diese beiden Ratschläge verfolgt Apple mit den neu vorgestellten Gesundheits-Funktionen.

In watchOS 10 kann die Apple Watch mithilfe des Umgebungslichtsensors messen, wie viel Zeit die tragende Person im Freien verbracht hat. Ebendiese Messung kann auch in der Health-App angezeigt werden – bei Kindern ohne eigenes iPhone auf dem iPhone der Eltern (via Familienkonfiguration).

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Bei der neuen Funktion «Bildschirmentfernung» kommt die TrueDepth-Kamera zum Einsatz. Die beim iPhone und einigen iPad-Modellen auch für Face ID genutzte Kamera kann eruieren, wie nahe oder wie entfernt die nutzende Person vom Gerät ist. Sobald die Person über einen längeren Zeitraum weniger als 30 Zentimeter Abstand zum Display hat, macht das System sie darauf aufmerksam.

Beide Funktionen, also «Zeit im Tageslicht» und auch «Bildschirmentfernung» ist nicht nur für Kinder via Familienkonfiguration verfügbar, sondern für alle Nutzerinnen und Nutzer von watchOS 10, iPadOS 17 oder iOS 17.

Ebenfalls neu und bereits in unserem Artikel «Apple zeigt neue Betriebssystem-Generationen» erwähnt: Apple bringt die «Health»-App mit iPadOS 17 auch auf das iPad und gewährt so den Nutzerinnen und Nutzern neu auch dort Einblicke in ihre persönlichen Gesundheitsdaten.

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