Schweizer E-ID: Einführung wegen KI-Risiken verschoben
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Die Einführung der elektronischen Identität («E-ID») in der Schweiz verzögert sich. Wie das Bundesamt für Justiz (BJ) in einer Medienmitteilung schreibt, lässt sich die digitale Identitätskarte nicht wie ursprünglich genannt ab dem 1. Dezember 2026 nutzen. Ein genaues Start-Datum werde erst kommuniziert, sobald die laufenden Arbeiten weitgehend abgeschlossen seien.
Als Grund für die Verzögerung nennt die Behörde neueste Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI): Der Online-Ausstellungsprozess soll stärker abgesichert werden, um etwa das Einschleusen von Schadsoftware auf dem Endgerät zu erschweren und Deepfakes zuverlässiger zu erkennen.
Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) gewichtet den Sicherheitsaspekt demnach höher als eine Einführung zum ursprünglich genannten Zeitpunkt.
Von der Verschiebung unberührt bleibt die Vertrauensinfrastruktur: Diese wurde über ein Jahr lang in einer öffentlichen Testphase erprobt und soll ihren Betrieb wie geplant im ersten Halbjahr 2027 aufnehmen – ab dann könnten über sie weitere digitale Nachweise wie ein elektronischer Führerausweis ausgestellt werden.
Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am
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