Apple Creator Studio erhält AI-Assistenten und MotionVFX-Inhalte

Apple baut sein Kreativ-Abo «Apple Creator Studio» aus: Logic Pro, Keynote, Pages und Numbers erhalten AI-Assistenten auf Basis von Modellen von Apple und OpenAI, Final Cut Pro integriert Inhalte des übernommenen Plug-in-Spezialisten «MotionVFX». Die Updates erscheinen im November – die AI-Assistenten vorerst nur als Beta und auf US-Englisch.

Stefan Rechsteiner

Apple hat gestern zusammen mit der Ankündigung des aktualisierten iMac und 14-Zoll-MacBook-Pro ein umfangreiches Update für sein Abo-Paket «Apple Creator Studio» vorgestellt. Lanciert hatte Apple das Kreativ-Abo im Januar, Erst vor einem Monat gab es die letzte Tranche an neuen Funktionen für die iWork-Apps und Freeform.

AI-Assistenten in Logic Pro und den iWork-Apps

In Logic Pro für den Mac soll ein AI-Assistent beim Start neuer Songs helfen, per Prompt eine Gesangsspur einzurichten und bestehende Projekte zu überarbeiten. In Keynote, Pages und Numbers berücksichtigt der Assistent den Kontext des geöffneten Dokuments: Er soll Folien gestalten und animieren, Texte entwerfen und umstellen oder Daten auswerten und passende Diagrammtypen vorschlagen.

Beide Assistenten basieren demnach auf Modellen von Apple und OpenAI, starten vorerst als Beta und verstehen zum Start nur US-Englisch – wann weitere Sprachen folgen, ist offen. Vorausgesetzt wird ein Apple-Intelligence-fähiges Gerät mit macOS 27 «Golden Gate», iOS 27 oder iPadOS 27; den Logic-Assistent gibt es voerst nur auf dem Mac.

Auf dem Mac unterstützen Keynote, Pages und Numbers zudem das «Model Context Protocol (MCP)», über das externe AI-Agenten Inhalte lesen, bearbeiten und Aktionen automatisieren können. Neu ist ausserdem ein offenes, JSON-basiertes «Keynote Interchange Format (.keyx)».

Logic Pro und Final Cut Pro

Logic Pro erhält das «Liquid Glass»-Design und einen überarbeiteten Browser für Loops, Instrumente und Effekt-Patches samt integrierter Splice-Mediathek; Sounds werden dabei lokal auf dem Gerät analysiert und verschlagwortet. Der «Stem Splitter (Komponententrennung)» kann neu einzelne Schlagzeug-Bestandteile isolieren, ersetzen oder neu abmischen.

Final Cut Pro für den Mac integriert Tausende Vorlagen, Grafiken, Titel und Übergänge von «MotionVFX» sowie Werkzeuge für Rotoskopie, Tracking und Color Grading. Apple hatte den polnischen Anbieter im März übernommen. Weiter lassen sich Bilder aus der Timeline direkt in Pixelmator Pro bearbeiten und zurückspielen, Clips von der primären Handlung lösen und frei platzieren, und die Transkription beherrscht 23 zusätzliche Sprachen. Der «Content Hub» bietet neu auch Stockvideos.

Motion erhält ebenfalls MotionVFX-Plug-ins, Compressor kodiert neu auch Kinomodus-Videos vom iPhone 18 Pro und «iPhone Duo». Pixelmator Pro ergänzt mit «Generate Fill» markierte Bildbereiche per Textbeschreibung. Und Freeform erhält Textstile und Hintergrundfarben – «im Dezember» sollen zudem Bildbearbeitung mit Pixelmator Pro und Formen aus Textbeschreibungen folgen.

Verfügbarkeit und Preise

Die Updates erscheinen im November und sind für Abonnierende kostenlos; ein konkretes Datum nennt Apple nicht. Das «Apple Creator Studio»-Abo kostet pro Monat 12 Schweizer Franken resp. 12.99 Euro oder 12.99 US-Dollar, pro Jahr 120 Schweizer Franken resp. 129 Euro oder 129 US-Dollar. Für den Mac gibt es weiterhin Kaufversionen – etwa Final Cut Pro für CHF 250.– und Logic Pro für CHF 180.–.

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