Neue KI-Funktionen und engere Pixelmator-Pro-Integration für «Apple Creator Studio»
Die Apps der «Apple Creator Studio»-Suite haben ein umfassendes Update erfahren. Die Neuerungen für das im Januar lancierte Abo-Bundle der kreativen Apple-Apps reichen von neuen KI-Werkzeugen in Final Cut Pro und einer tiefen Integration von Pixelmator Pro in die gesamte Suite bis zu überarbeiteten Funktionen in Logic Pro.
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Apple hat das im Januar lancierte Kreativpaket Apple Creator Studio mit einem umfangreichen Update ausgestattet. Die Neuerungen betreffen die gesamte Suite – von Final Cut Pro und Logic Pro über Pixelmator Pro bis zu Keynote, Pages, Numbers und Freeform.
Final Cut Pro: KI-Untertitel, Auto Mask und mehr
Viele Neuerungen gibt es bei Final Cut Pro. «Generate Captions (Untertitel generieren)» transkribiert Audio automatisch mittels On-Device-KI und platziert Untertitel direkt in der Timeline; Schrift, Farbe, Position und Stil können angepasst werden. Vorerst ist das Feature ausschliesslich auf Englisch (US) verfügbar und setzt einen Mac mit Apple Silicon resp. ein unterstütztes iPad voraus.
Neu ist zudem «Edit Detection (Bearbeitungs-Erkennung)»: Die KI analysiert gerendertes Videomaterial und teilt es in die ursprünglichen Clips auf der Timeline zurück. Das soll insbesondere praktisch sein für die schnelle Erstellung von Kurzmontagen für soziale Medien.
Auf dem Mac kommen weitere KI-gestützte Werkzeuge hinzu: «Auto Mask» erkennt ohne manuelles Tracking Motive wie Haut, Haare, Himmel, Laub oder Kleidung und ergänzt die bestehende «Magnetische Maske». Das überarbeitete «Match Color (Farbkombination)» liefert laut Apple natürlichere Farbabgleichungen; «Advanced Trimming (Erweitertes Trimmen)» ermöglicht die Feinjustierung einzelner Clip-Grenzen. Nutzende können zudem Frames direkt an Pixelmator Pro senden – etwa um Thumbnails oder Grafiken für soziale Medien zu erstellen und in die Timeline einzufügen. Neu sind ausserdem «Creator Themen» mit Unterstützung für verschiedene Seitenverhältnisse, dynamischen Titeln und anpassbaren Hintergründen.
Motion bringt native Unterstützung für Vektorgrafiken bei jeder Auflösung sowie «Ebenen verteilen» für schnellere komplexe Animationen. Compressor ergänzt einen «Immersive Metadata Viewer» und 180-Grad-Unterstützung für die Apple Vision Pro. Die kostenlose Aufnahme-App Final Cut Camera für iPhone und iPad unterstützt neu «Clean HDMI Out» für ein unverändertes Videosignal an externe Monitore und Recorder (erfordert mindestens ein iPhone 17 Pro), zusätzliche ProRes-Codecs inklusive «ProRes LT» sowie die Option, den digitalen Zoom vollständig zu deaktivieren.
Pixelmator Pro in der ganzen Suite
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die tiefe Integration von Pixelmator Pro in den gesamten Apple-Creator-Studio-Workflow: In Keynote, Pages und Numbers können Bilder direkt in Pixelmator Pro geöffnet, bearbeitet und automatisch zurückgespeichert werden. Aus Final Cut Pro lassen sich wie oben erwähnt einzelne Frames direkt zur Bearbeitung übergeben und anschliessend in die Timeline einfügen.
Übergreifend neu in Pixelmator Pro, Keynote, Pages und Numbers: Vektorisierte Formen lassen sich generieren und in einer eigenen Sammlung ablegen. «Bildgenerierung» – das Erstellen und Bearbeiten von Bildern per natürlicher Sprache – und der «Content Hub» mit kuratierten Premium-Fotos, Grafiken und Illustrationen sind zudem neu auch in Pixelmator Pro verfügbar; beide Funktionen setzen Apple Intelligence voraus.
Keynote erhält neue Übergänge und Animationen. Pages auf iPhone und iPad bekommt «Auto-Hyphenate (Auto-Trennzeichen)» und «Show Invisibles (Verborgene Zeichen einblenden)». Numbers erlaubt neu das Ausblenden und farbliche Kennzeichnen einzelner Blätter. Weitere Freeform-Neuerungen folgen erst mit iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 – etwa Formengenerierung, Dunkelmodus, Ordner für Boards und Zeichen-Unterstützung auf dem Mac.
Logic Pro: neue Akkord-Analyse und Granular-Modus
«Chord ID (Akkord ID)» in Logic Pro wurde neu aufgebaut: Die Harmonieanalyse soll nun auch erweiterte Akkorde und Inversionen zuverlässiger erkennen – selbst auf verzerrter Gitarre oder leicht verstimmtem Klavier, so Apple – und verbessert so die Reaktionsfähigkeit der «Session Player». Ein neues «Producer Project» öffnet die vollständige Logic-Pro-Session hinter «Shoulda Never» von Grammy-Award-Gewinner Khris Riddick-Tynes, inklusive aller Mehrspur-Aufnahmen und MIDI-Performances.
Für Logic Pro und MainStage erschliesst ein neuer granularer Synchronisationsmodus im Synthesizer «Alchemy» neue Klanggestaltungs-Möglichkeiten; das passende «Granular Alchemy Sound Pack» mit kuratierten Loops und Presets liegt bei. «Beat Breaker» wird auf Mac und iPad um neue Filter- und Pan-Modi sowie eine intuitivere Zufälligkeitssteuerung erweitert.
Updates ab sofort verfügbar
Alle Updates stehen für bestehende Apple-Creator-Studio-Abonnierende ab sofort kostenlos in den jeweiligen App-Stores bereit.
Neuabonnierende bezahlen CHF 12.– resp. 12.99 US-Dollar/Euro pro Monat oder CHF 120.– resp. 129 US-Dollar/Euro pro Jahr; der erste Monat ist dabei gratis. Beim Kauf eines neuen Mac oder qualifizierten iPad schenkt Apple die ersten drei Monate. Für Studierende und Lehrkräfte gelten Bildungspreise von CHF 3.– resp. 2.99 USD/Euro pro Monat resp. CHF 30.– resp. 29 USD/Euro pro Jahr. Mit «Family Sharing (Familienfreigabe)» können bis zu sechs Familienmitglieder alle Apps und Inhalte von Apple Creator Studio gemeinsam nutzen.
Die Apps sind (indes nicht als «Apple Creator Studio»-Version) weiterhin auch als Einmalkauf im Mac App Store erhältlich: Final Cut Pro für CHF 250.– / 299.99 USD / 349.99 Euro, Logic Pro für CHF 180.– / 199.99 USD / 229.99 Euro, Pixelmator Pro, Motion und Compressor je für CHF 40.– / 49.99 USD / 59.99 Euro sowie MainStage für CHF 25.– / 29.99 USD / 34.99 Euro. Keynote, Pages, Numbers und Freeform bleiben kostenlos.
Pixelmator Pro in der Apple-Creator-Studio-Version erfordert macOS 26 «Tahoe» – die anderen Apps laufen ab macOS «Sequoia» 15.6.
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