Apple stellt «Mac Pro» ein

Das Ende einer Ära: Apple hat gestern den «Mac Pro» aus dem Online-Store entfernt und das Modell offiziell eingestellt. Gegenüber 9to5Mac bestätigte das Unternehmen den Schritt und auch, dass es in Zukunft kein neues Modell mehr geben wird. Beerbt wird der Mac Pro vom «Mac Studio», der den Mac-Boliden im Hinblick auf Leistung ohnehin schon länger abgehängt hatte.

Der Schritt war absehbar – Apple hatte den Mac Pro zuletzt 2023 aktualisiert. Damals wurde der Mac-Bolide mit dem «M2 Ultra» aktualisiert, das Gehäuse war seit 2019 (damals noch mit Intel-Xeon-W-Chips der «Cascade Lake»-Generation) unverändert. Mit dem damals neuen Gehäuse brachte Apple ein modulares Design zurück nach dem nicht sonderlich erfolgreichen zylindrischen Design von 2013 («Trashcan» oder «Abfalleimer»). Der Relaunch Ende 2019 kam aber nur ein Jahr vor der «Apple Silicon»-Lancierung; weitere ein-einhalb Jahre später folgte der Mac Studio, mit welchem Apple zeigte, dass mit den hauseigenen «M»-Chips sehr leistungsfähige Pro-Maschinen auch in sehr kompakten Maschinen möglich sind – das, was Apple eigentlich mit dem zylindrischen Mac Pro schon 9 Jahre zuvor versucht hatte.

Apple-CEO Tim Cook zeigt anlässlich der «WWDC 2019» den neuen Mac Pro (Apple)

Der Mac Pro grenzte sich am Ende einzig noch mit den PCIe-Erweiterungsslots vom Studio ab. Das letzte M-Upgrade erhielt der Mac-Bolide gar nicht mehr und wurde entsprechend leistungstechnisch vom Studio abgehängt. Erweiterungen sind heute auch über den superschnellen Anschluss Thunderbolt extern möglich. Jetzt ist also der Mac Studio die Gegenwart und Zukunft der Profi-Macs – aktuell ausgestattet bis «M3 Ultra», dürfte er in den kommenden Monaten sein «M5»-Update erhalten.

Apples Desktop-Sortiment komplettieren neben dem Mac Studio der iMac und der Mac mini. Auch diesen beiden Apple-Desktops steht das «M5»-Upgrade noch aus.

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

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