macOS 13 Ventura

Mac-Betriebssystem (2022)

Je nach Zählweise ist macOS 13 «Ventura» die 19. oder 20. Generation des Mac-Betriebssystems. Erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wurde das System anlässlich der Entwicklerkonferenz «WWDC» Anfang Juni 2022. Veröffentlicht wird die neue System-Version am 24. Oktober 2022.

Quick-Facts

  • Erstmals der Öffentlichkeit gezeigt anlässlich der WWDC22 im Juni 2022
  • Beta-Phase lief von Anfang Juni bis Mitte Oktober 2022
  • macOS 13 Ventura wurde am Montag, 24. Oktober 2022 veröffentlicht

Inhaltsverzeichnis

  1. Kompatibilität

  2. Beta-Phase von macOS 13 Ventura

  3. Erste Vorschau während WWDC22

  4. Weitere spannende Neuerungen in macOS 13

  5. Und noch viel mehr …

  6. Alle Neuerungen der macOS-13-Betas

  7. Alle Neuerungen in macOS 13.1 beta

Kompatibilität

macOS 13 Ventura kann auf allen Mac-Modellen der letzten fünf Jahre installiert werden. Gegenüber der Vorgänger-Version macOS 12 «Monterey» fallen damit verschiedene Geräte weg – konkret alle Mac-Modelle, die vor 2017 auf den Markt gekommen sind.

Beta-Phase von macOS 13 Ventura

Die Beta-Phase zu macOS Ventura hat am 6. Juni 2022 mit einer Vorabversion für Entwickler begonnen. Ab Juli 2022 sollen auch Mitglieder von Apples öffentlichem Beta-Programm Zugriff auf erste Betas von macOS Ventura erhalten. Nach 11 Betas und 2 Release-Candidates wurde die finale Version von macOS 13 am 24. Oktober 2022 veröffentlicht.

Erste Vorschau während WWDC22

Nach über einer Stunde Präsentation von iOS 16 und watchOS 9 sowie der Vorstellung des neuen «M2»-Chips und der neuen MacBook Air und 13-Zoll MacBook Pro, folgte anlässlich der WWDC22-Eröffnungskeynote der erste Blick auf macOS 13. Vorgestellt wurde «Ventura» vorwiegend durch Apples Software-Entwicklungs-Chef Craig Federighi – unterstützt durch:

Darin Adler
VP, Internet Technologies
Vorgetragen: «Umfangreiche Neuerungen für ‹Mail›», «Safari 16», «Apple will mit «Passkeys» die Passwörter abschaffen»
Jeremy Sandmel
Senior Director, GPU Software
Vorgetragen: «Metal 3»
Masaru Ijuin
Advanced Technical Research Division Manager von «Capcom» (Entwickler der «Resident Evil»-Spielreihe)

Bei macOS 13 «Ventura» fokussierte sich Apple auf die «grundlegenden Dinge», für die macOS eingesetzt werden. «Wir bieten neue Wege, produktiv zu sein und die Fähigkeiten aller eigenen Geräte durch ‹Continuity› auszunutzen» – und: «Die neue Version bereichere auf vielerlei Weisen die Art, wie wir unsere Mac nutzen», so Federighi.

Neuer Name: «Ventura»

Abermals schickte Apple sein «Crack Marketing-Team» auf die Reise, einen passenden Namen für die neue macOS-Generation zu finden. Federighi witzelt, dass sich ebendieses Team seit ihrem Namens-Coup mit dem «M1» und jetzt «M2»-Chip «auf einem absoluten Hoch» befände. Aber darum sei das Team auch «völlig erschöpft» gewesen. Nach «unabdingbaren dreimonatigen Verjüngungs-Ferien» in Monterey (Hinweis: Name der letzten macOS-Version 12), in denen sie «ihre Chakras vollständig neu anordnen konnten», habe sich das Team wieder zusammengefunden und sich in ihr macOS-Namensgebungs-Microbus gesetzt und ist den legendären «Highway 1» weiter heruntergefahren. «Auf der Jagd nach den lebendigen Farben der Wildblumen Kaliforniens, sind sie an einem Ort angekommen, wo die Brandung auf grosse Ebenen trifft – das wunderschöne ‹Ventura›».

«Ventura» ist eine Stadt im «Ventura County». Geografisch nordwestlich zwischen Malibu und Santa Barbara direkt an der Pazifikküste gelegen, ist es Teil der «Greater Los Angeles Area».

Neues Multitasking mit «Stage Manager»

Eine Schlüsselfunktion eines jeden Mac und macOS ist es, dass die nutzenden Personen «produktiv und kreativ» sein können. Wie Federighi anmerkt, heisse das oftmals mehr als ein Fenster gleichzeitig offen zu haben. «Umso mehr gemacht wird, umso erdrückender kann das werden» – deshalb wollen alle «den perfekten Mix zwischen ‹Fokus auf die Arbeit ohne Ablenkung› und ‹leicht zwischen verschiedenen Aufgaben wechseln›». Für die automatische Organisation des Desktops führt Ventura eine neue Art ein, wie der Fokus aufrechterhalten werden kann und gleichzeitig schneller Zugriff auf alle Fenster gewährt wird. Genannt wird die neue Funktion «Stage Manager».

Das neue Werkzeug ergänzt bisherige wie «Mission Control», bei welchem alle offenen Fenster mit «Exposé» angezeigt werden können. Aber genau da «kann das Gefühl aufkommen, dem Chaos nie wirklich zu entkommen». Mit der neuen «Stage Manager»-Funktion kann auf das Programm fokussiert werden, in welchem gerade gearbeitet wird, «ohne all die Ablenkungen».

Aktiviert werden kann Stage Manager aus dem Kontrollzentrum heraus. Alle Fenster anderer Programme werden im Hintergrund in einer 3D-Ansicht auf die Seite des Bildschirms bewegt – sortiert nach Programmen. Gleichzeitig lenkt Stage Manager den Fokus auf die App, mit der gerade gearbeitet wird.

Wird ein anderes Programm aktiviert – beispielsweise durch das Dock, via App-Switcher oder über die Stage-Manager-Auflistung – kommt dieses in den Fokus («auf die Bühne (Stage)») und die eben benutzte App wird in die Stage-Manager-Auflistung an der Seite der Bildschirmanzeige verschoben. So kann einfach und schnell zwischen den einzelnen «Bühnen» gewechselt werden.

Wenn ein Programm mehrere Fenster offen hat, werden sie in der Auflistung auf der Bildschirmseite in einem Stapel angezeigt. Wird auf diesen Stapel geklickt, wird das oberste Fenster in den Vordergrund geholt und die anderen bleiben in diesem Stapel. Wenn ein anderes Fenster dieses Programms angezeigt werden soll, muss der Stapel einfach erneut angeklickt werden – so kann jedes offene Fenster durchgegangen werden.

Natürlich ist es aber auch möglich, innerhalb der «Stage Manager»-Ansicht mehrere sich überlappende Fenster und mehrere Programme gleichzeitig geöffnet respektive im Vordergrund angezeigt zu haben.

Um mehrere Apps auf einer Bühne zu gruppieren, kann, wenn ein Programm aktiv ist, ein anderes auf die Ansicht gezogen werden – damit werden die Fenster der beiden Programme gruppiert. Die so erstellten Gruppen lassen sich dann wie einzelne Programme wieder auf die Bühne (aka in den Fokus) klicken.

Auch Dateien vom Schreibtisch oder sonstigen Ablageorten können – typisch Mac – jederzeit von überall auf die einzelnen Bühnen gezogen und dort dann weiterverwendet werden. Die Objekte auf dem Schreibtisch sind bei einer aktiven Bühne immer ausgeblendet («weniger Ablenkung»), können aber durch einen Klick auf den Desktop-Bereich im Hintergrund jederzeit eingeblendet werden. Die Bühne verschiebt sich in die Auflistung am Bildschirmrand und die Objekte auf dem Schreibtisch blenden sich ein.

Spotlight mit vielen Verbesserungen

Die mächtige, tief in das System integrierte Suche von macOS – «Spotlight» – wird mit Ventura noch nützlicher. Die Neuerungen führen zu einem «einheitlicheren und leistungsfähigeres Erlebnis über alle unsere Plattformen hinweg».

Mit Spotlight könne «alles Mögliche» erledigt werden, «sei es etwas Suchen oder schnell Programme starten» – mit Ventura können Such-Resultate neu direkt mit einer «Übersicht»-Vorschau («Quick Look») via Leertaste detailliert angezeigt respektive eingesehen werden.

Spotlight kann neu auch auf dem Mac Inhalte der Fotos-Mediathek finden (was unter iOS schon länger möglich war), sowie auch Bilder sonst aus dem System oder aus dem Internet. Dank der mit macOS 12 Monterey eingeführten «Live Text»-Funktion kann mit Spotlight neu sogar nach Text in solchen Bildern gesucht werden.

Auch Aktionen können neu direkt aus Spotlight gestartet werden – als Beispiel nennt Federighi das Erstellen eines Timers oder das Ausführen eines Siri-Kurzbefehls.

Schon länger kann Spotlight auch für diverse Informations-Aufrufe genutzt werden. Auch hier werden mit Ventura kräftig die Möglichkeiten erweitert. Wer nach Informationen sucht, erhält eine umfänglichere Anzeige direkt in Spotlight – «das ganze Fenster wird für umfangreichere Resultat-Anzeige genutzt». Für Musiker beispielsweise werden «auch deren Alben, wichtige Fakten, aktuelle Nachrichten und mehr» angezeigt. Ähnliches gilt für Filme, TV-Serien oder Schauspieler, Unternehmen oder Sport-relevante Begriffe.

Umfangreiche Neuerungen für «Mail»

Das Mail-Programm auf dem Mac ist für viele elementar. Mit Ventura wird es mit einigen von vielen gewünschten Funktionen erweitert und verbessert.

Das Senden von E-Mails kann nachträglich widerrufen werden – wie unter iOS 16 hat man dazu 10 Sekunden Zeit. Konkret wird das E-Mail nach dem Klick auf «Senden» schlicht 10 Sekunden lang noch nicht herausgeschickt.

Auch kann das Versenden von E-Mails auf einen bestimmen Zeitpunkt definiert werden, es kann eine Erinnerung auf eine E-Mail gesetzt werden und Mails, auf die noch keine Antwort retour kam, werden speziell hervorgehoben («Follow-up»).

Weiter gibt es umfassende Verbesserungen für die Suche in Mail. Ventura bringt das grösste Update für die Mail-Suche «seit Jahren» – Apple nutzt dazu «hochmoderne Technologien, um genauere und komplette Resultate zu liefern». Wer die Suche anklickt, erhält direkt eine Auflistung der zuletzt geteilten Dokumente, Links und mehr. Neu gibt es ausserdem «Instant-Search» direkt während dem Tippen – und Tippfehler werden während der Suche verziehen und direkt nach dem richtigen Wort gesucht. Wenn Mail ein Synonym zu einem gesuchten Begriff bekannt ist, wird dieses ebenfalls mit-gesucht.

Safari 16

Auch in Ventura sei Safari der «schnellste Browser der Welt» – er «rendert die komplexesten Webseiten mit atemberaubender Geschwindigkeit», so Apple. Safari sei aber auch der «energieeffizienteste Browser für den Mac» – er lasse «mit einer Akkuladung mehr erledigen als jeder andere Browser». «Branchenführend» sei Safari auch «in Sachen Datenschutz im Internet» – dies «mit Funktionen wie dem ‹Intelligenten Tracking-Schutz› (Intelligent Tracking Prevention; ITP) und dem ‹Datenschutzbericht› (Privacy Report)». Safari habe ausserdem den Ruf, Schlüsseltechnologien für das Web als Erstes einzuführen – der Apple-Browser hat als erster HTML5 unterstützt und somit das Video-Erlebnis im Internet mit verbessertem Play-back und verlängerter Akkulaufzeit «transformiert». Genau so fahre Safari weiter und bringe laufend neue Web-Technologien – allein im vergangenen Jahr sei eine Vielzahl an Neuerungen eingeführt worden (:has-Selektor, Dialog-Element, neue Viewport-Werte, CSS Subgrid, CSS Cascade Layers und die Unterstützung des Push-Mitteilungen-Standards).

Safari 16 in Ventura bringt eine «neue Weise, wie Lieblingsinhalte mit anderen geteilt» werden können. Tab-Gruppen lassen sich neu mit Bekannten und Freunden teilen. «Egal, ob eine Reise mit Freunden geplant oder mit dem Partner ein neues Sofa gesucht wird, neu können alle Browser-Tabs an einem Ort geteilt werden». Andere können ebenfalls Tabs hinzufügen und wer sich gerade welche Tabs ansieht, wird ebenfalls live in Safari angezeigt. Dank integrierter Kollaborations-Funktionen kann auch sofort mit der ganzen Gruppe kommuniziert werden – per iMessage oder via FaceTime-Anruf.

Apple will mit «Passkeys» die Passwörter abschaffen

Seit jeher verlasen wir uns bei privaten Benutzerkonten auf Passwörter. Während Safari zwar dabei hilft, beim Erstellen eines Kontos oder beim Wechseln des Passworts ein möglichst starkes Kennwort zu generieren, dürfte im Jahr 2022 den meisten klar sein, dass ein Passwort sehr oft keinen sonderlich sicheren Schutz bietet – egal, wie stark es ist. Es gibt diverse Wege, wie Passwörter kompromittiert werden können – Social-Engineering-Techniken wie «Phishing» beispielsweise, mit denen Opfer ausgetrickst werden, das Passwort zu verraten, oder das Hacken eines Servers oder Dienstes, um auf alle gespeicherten Passwörter zuzugreifen. Aus diesen Gründen hat Apple dabei geholfen, einen neuartigen Berechtigungs-Nachweis namens «Passkeys» zu entwickeln, der sicherer sein soll und gleichzeitig auch einfacher zu benutzen als Passwörter. Das von Apple erklärte Ziel der Passkeys ist es, «Passwörter ein für alle Mal zu ersetzen».

Damit Benutzerkonten mit «Passkeys» sicher sind, nutzt die Technologie «leistungsstarke kryptografische Techniken» und die sicheren biometrischen Authentifizierungs-Technologien wie Touch ID oder Face ID, die in den modernen Geräten eingebaut sind.

Ein Passkey kann entsprechend durch die Authentifizierung mittels Touch ID oder Face ID erstellt werden. Wenn ein Passkey erstellt wird, erstellt die Technologie einen einzigartigen digitalen Schlüssel, der nur mit jener Seite funktioniert, für den er erstellt wurde. Auf Phishing-Attacken sollen Passkeys unanfällig sein, denn die Passkeys «können das Gerät nie verlassen». Böswillig gestimmte Dritte können also auch keine gefälschte Webseite aufbereiten, über welche die nutzende Person dazu verleitet werden soll, Passkeys zu teilen. Gleichzeitig sollen Passkeys auch nicht geleakt werden, so Apple, da keine zugehörigen geheimen Daten auf einem Server im Internet oder dergleichen gespeichert werden.

Passkeys sollen so konzipiert worden sein, dass sie «in Apps genauso gut funktionieren wie auf Webseiten».

Über alle Apple-Geräte hinweg werden Passkeys mittels des iCloud-Schlüsselbundes («iCloud Keychain») «auf sichere Weise synchronisiert». Damit seien sie sofort auf allen persönlichen Geräten verfügbar – vom iPhone und das iPad über den Mac bis hin zum Apple TV.

Über die «fido Alliance» und der dortigen Zusammenarbeit mit anderen Grossunternehmen wie Google und Microsoft werde Apple sicherstellen, dass Passkeys über verschiedene Plattformen hinweg funktionieren werden.

Auch auf einem Nicht-Apple-Gerät könne mithilfe der sicheren Passkeys in einen Dienst eingewählt werden. Dazu kann das iPhone zur Hilfe beigezogen werden: Einfach mit dem persönlichen iPhone auf einer Webseite oder in einer App einen vom Passkeys-System generierten QR-Code einscannen und dann die sichere Authentifizierung auf dem eigenen iPhone für das Anmelden auf dem Nicht-Apple-Gerät nutzen.

Apple weist zum Schluss dieses Keynote-Segments noch darauf hin, dass «der Wechsel weg vom Passwort» noch «dauern wird» («will be a journey»), das Unternehmen freue sich aber darauf, mit Entwicklern zusammenzuarbeiten «für eine Zukunft ohne Passwörter».

Metal 3

Mit den neuen Apple-Chips wird die Grafikleistung eines jeden neuen Macs «auf neue Höhen» getrieben. Gleichzeitig wird der Mac immer populärer. Beides resultiere in einer «riesigen, schnell-wachsenden Chance» für Spiele-Entwickler, so Apple. «Dank der gemeinsamen Chip-Architektur vom iPhone und iPad bis hin zum Ultra-Chip im Mac Studio, können Spiele-Entwickler die Grafikqualität und Leistung ihrer Spiele über die gesamte Produktpalette hinweg skalieren.» Ein Kernstück eines jeden Spiel-Erlebnis ist die Software, die das Spiel ermöglicht. Beim Mac ist dies unter anderem die Grafik-Hardware-Beschleunigungs-Technologie «Metal».

Das neue Metal 3 in macOS Ventura bringt neue Funktionen mit sich, die «das volle Potenzial der Apple Silicon der nächsten Jahre ausschöpfen» kann.

«MetalFX Upscaling» unterstützt Spiele-Entwickler bei der Erstellung von noch realistischeren und einladenderen Grafiken und Welten für das «grandiose Spielen mit maximaler Auflösung und höchster Grafikleistung». MetalFX Upscaling ermögliche, detaillierte und visuell komplexe Szenen noch schneller zu rendern «als je zuvor». Die Technologie funktioniert so, dass kleinere, weniger rechenaufwendige Frames gerendert werden, und dann «hochqualitatives räumliches Upscaling und temporales Anti-Aliasing» darauf angewendet werden. Demonstriert wird dies anhand des Spieles «No Man’s Sky», welches im Laufe des Jahres für den Mac erhältlich sein wird. Das Spiel sei eines der Ersten, die «MetalFX Upscaling» verwende. Dank der Technologie werde die Bildwiederholrate gesteigert und der spielenden Person so ein reaktionsschnelleres Gefühl vermittelt. «Gleichzeitig sieht es wunderschön aus.»

Ebenfalls verbessert werde das Laden von Spielen. Immer realistischer erscheinende Spiele durch detailliertere Texturen und mehr geometrischen Details – das heisst auch: viele Daten, die erst mal geladen werden müssen. Mit der «Fast resource loading API» in Metal 3 gibt es eine neue Schnittstelle, die die Wartezeiten dank direktem Pfad zwischen Datenträger und gemeinsam genutzten Arbeitsspeicher verkürzt – also schnelleres Laden von Ressourcen für die GPU ermöglicht.

Die Macher des preisgekrönten Spieles «Resident Evil Village» haben in einem kurzen Keynote-Segment ebenfalls nur Lob übrig für Metal 3 und freuen sich, das Spiel demnächst auch auf dem Mac anbieten zu können.

FaceTime-Handoff

Zu den in den Apple-Plattformen integrierten «Continuity»-Technologien gehören Funktionen wie «Universal Control» (steuern mehrerer nebeneinander angeordneten Geräte mit einer Tastatur/Maus), «AirPlay» (Übertragen von Medien wie Audio und Video an andere Ausgabegeräte wie Fernseher, Lautsprecher oder andere Mac), «Handoff» (Weiterführen von aktuellen Tätigkeiten auf einem sich in der Nähe befindenden anderen persönlichen Gerät) oder auch «Universal Clipboard» (auf dem Mac in die Zwischenablage kopiertes sofort auf dem iPhone einsetzen; und vice-versa) und noch vieles mehr. Mitunter Sinn solcher Continuity-Funktionen sei es, «stets das richtige Gerät für den jeweiligen Moment zu nutzen», so Federighi.

Neu gibt es Handoff auch für FaceTime – heisst: Aktive FaceTime-Anrufe lassen sich neu komfortabel auf das persönliche iPhone mit iOS 16 oder iPad mit iPadOS 16 übertragen. Dazu muss das iPhone oder das iPad einfach in die Nähe des Mac gehalten werden – auf den Geräten erscheint dann eine Schaltfläche, mit welcher ein aktiver FaceTime-Anruf nahtlos auf dem anderen Gerät weitergeführt werden kann.

iPhone als Mac-Webcam

Das iPhone lässt sich neu zudem als Webcam eines Mac nutzen. Auch hier funktioniert alles automatisch: Einfach das iPhone in die Nähe des Mac halten – z. B.: mit einer der sicherlich bald erscheinenden zahlreichen Halterungen dafür – und der Mac wählt beispielsweise in FaceTime (oder einem anderen Videokonferenz-Programm) das iPhone als seine Webcam aus. Inklusive allen Möglichkeiten, die ein solch potentes Kamera-System bietet – vom Porträt-Modus über Studio-Licht bis hin zu Center Stage.

Sehr spannend: Wer ein iPhone mit Ultra-Weitwinkel-Kamera besitzt (die «0.5x»-Kamera), erhält noch eine atemberaubend-clevere weitere Funktion: «Desk View».

Hierbei wird – Achtung, festhalten – der unterste Rand des ultra-breiten Bildes der Ultra-Weitwinkel-Kamera herausgeschnitten (jener Bereich, welcher den Schreibtisch zwischen Mac und der nutzenden Person zeigt), gespiegelt sowie mittels intelligenten Algorithmen so sehr gedehnt, dass daraus eine Kamera-Einstellung resultiert, die den Schreibtisch zeigt, als ob man in der Luft eine zweite Kamera installiert hat. Sowohl das Bild des Schreibtischs wie auch das normale Bild der nutzenden Person werden in der Folge nebeneinander dargestellt. Super-nützlich für entsprechende Anwendungsfälle – und eine richtig eindrückliche Funktion.

Weitere spannende Neuerungen in macOS 13

Nach der WWDC22-Keynote sind über die macOS-Webseite von Apple sowie durch die erste Beta-Version zu macOS 13 «Ventura» weitere Details über die neue Mac-Betriebssystem-Generation bekannt geworden.

Folgend eine Zusammenfassung dieser ersten Tranche an zusätzlichen Infos zu macOS Ventura.

Link-Vorschauen in Mail

Wer in einer E-Mail eine URL verschickt, erhält mit macOS Ventura neu die Möglichkeit, diese URL als «Rich Links» darzustellen – also angereichert mit (sofern seitens Webseite verfügbar) einem Bild und neben der URL auch dem Titel der verlinkten Webseite … genauso wie man es sich seit Jahren aus iMessage/Nachrichten, FaceBook, Twitter, WhatsApp und Co. gewohnt ist.

Komplett neu-gestaltete Systemeinstellungen

Das im Englischen «System Preferences» genannte Systemeinstellungen-Programm erhält mit macOS Ventura ein komplett neues, an deren Gegenstücke in iOS und iPadOS angelehntes Design. Mit der neuen Auflistung der Kategorien in einer Seitenleiste sollen die Einstellungen einfacher zu navigieren sein, so Apple.

Organisiert sind die Einstellungen in Kategorien wie «Erscheinungsbild», «Kontrollzentrum» und «Schreibtisch». Ähnliche Kategorien sind miteinander gruppiert – hallo iOS! 👋🏼

Die Navigation über die Seitenleiste soll nicht nur einfacher, sondern auch schneller gehen, da zum Wechseln von einer zur anderen Kategorie nicht mehr auf die Übersicht gewechselt werden muss.

Mit Ventura heisst die App im Englischen ausserdem nicht mehr «System Preferences», sondern neu «System Settings» (analog iOS, watchOS, tvOS und iPadOS).

Live-Untertitel in FaceTime

In FaceTime-Video-Anrufen kann der gesprochene Dialog neu automatisch transkribiert werden. Auch gibt es eine Sprecherzuordnung, damit soll es auch bei Gruppengesprächen einfach sein, dem Gespräch zu folgen, so Apple. Die Funktion ist aktuell noch als «Beta» gekennzeichnet, also als «noch nicht fertige» Funktion.

… und überall sonst

Auch Gespräche in der unmittelbaren Umgebung sowie Gesprochenes aus Audio und Video können neu dank der systemweitem Bedienungshilfe «Live Caption» jederzeit transkribiert werden, damit etwa Taube oder Schwerhörige Inhalten einfacher folgen können. Diese Funktion ist ebenfalls noch als «Beta» gekennzeichnet.

iPhone als Mac-Mikrofon auswählen

Neuere Mac-Modelle verfügen über ein ganzes Mikrofon-Array in – laut Apple – nahezu «Studio-Qualität». Bei älteren Mac-Modellen war das noch nicht der Fall. Wer einen älteren Mac mit einem nicht-besonders-tollen-Mikrofon hat, kann mit macOS Ventura (und iOS 16) ein persönliches iPhone als Mikrofon des Mac auswählen.

Hintergrundgeräusche auf dem Mac

Was das iPhone, iPad und Co. schon länger können, gibts nun auch auf dem Mac: Der Computer kann neu von Haus aus beruhigende Hintergrundgeräusche wie Balanced-, Dark- und Bright-Noise sowie Meer-, Regen- und Fluss-Geräusche abspielen, um Ablenkungen zu minimieren oder störenden Lärm zu übertönen.

«Uhr»- und «Wetter»-App

Die von iOS und iPadOS her bekannte Uhr-App gibt es jetzt auch auf dem Mac. Mit «Uhr» lässt sich natürlich nicht nur die Zeit in verschiedenen Zeitzonen anzeigen, sondern es lassen sich auch Timer und Wecker stellen. Auch Siri kann damit beauftragt werden und es gibt auch Siri Shortcuts, um die App für Automationen nutzen zu können.

Auch die Wetter-App vom iPhone gibt es neu auch auf dem Mac. Wie auch mit iOS 16, ist die App funktional und inhaltlich erneut massiv ausgebaut worden.

Ventura kommt als normales System-Update

Das neue macOS Ventura gibt es zwar weiterhin mit eigenem Installations-Programm aus dem Mac App Store, um ein bestehendes System auf die neue macOS-Generation zu aktualisieren, wird Ventura neu aber auch als einfaches System-Update angezeigt. Das hat neben dem einfacheren Update-Prozess auch den Vorteil, dass für die Aktualisierung nicht der ganze 12 GB grosse Installer heruntergeladen werden muss – die Grösse des Updates ist abhängig von der OS-Version, aus der auf Ventura aktualisiert wird.

Heisst aber auch: Wer Ventura nicht auf dem aktuellen System installieren möchte, sondern auf einem anderen Volumen, sollte dazu nicht die Software-Aktualisierung in den Systemeinstellungen benutzen, sondern wie bisher das Installations-Programm aus dem App Store laden.

Daten-Verbindung zu neuem USB- und Thunderbolt-Zugehör muss aktiv erlaubt werden

In den Update-Notizen zur ersten Ventura-Beta informiert Apple: Beim Anschluss von neuen USB- und Thunderbolt-Zubehör an einen portablen Mac mit Apple Silicon, muss für dieses Zubehör zuerst dem System Einverständnis für die Nutzung erteilt werden. Heisst: Wer ein neues USB- und Thunderbolt-Zubehör an den M1- oder M2-Mac anschliesst, muss deren Nutzung zuerst über ein Dialog-Fenster bestätigen. Nicht von dieser Sicherheitsverbesserung betroffen sind Netzteile, externe Bildschirme und Verbindungen mit einem bereits erlaubten Hub. Wie Apple weiter schreibt, werden angeschlossene Geräte auch dann mit Strom vom Mac her versorgt, wenn der Zugriff auf die Geräte nicht erlaubt wird – was so viel heisst, wie: Das Erlauben/Ablehnen der Nutzung des Zubehörs am Mac aktiviert oder deaktiviert die Daten-Verbindungen der USB- und Thunderbolt-Schnittstelle, kappt aber die Stromverbindung nicht. Getroffene Erlaubnisse/Ablehnungen können über die Systemeinstellungen nachträglich angepasst werden.

Neues «Über diesen Mac»

Das über das Apple-Menü aufrufbare Info-Fenster «Über diesen Mac» ist mit macOS Ventura massiv vereinfacht worden. Es zeigt weiterhin eine Liste der wichtigsten System- und Hardware-Eigenschaften des verwendeten Mac an, jegliche bisher über Reiter verfügbare weitere Informationen sind neu in den überarbeiteten Systemeinstellungen zu finden (dort gibt es wie beim iPhone und iPad eine neue «Allgemein»-Ansicht.

Im «Über diesen Mac»-Fenster gibt es neben der genannten Auflistung von Mac-Typ und -Seriennummer, Chip, Speicher und System-Version auch eine Schaltfläche mit «Mehr Infos». Diese führt die klickende Person in die Systemeinstellungen. Von dort aus gibt es auch eine Schaltfläche auf den detaillierten «System Report (Systembericht)».

Neues «Über diesen Mac» (MacRumors.com )

Neues Teilen-Fenster

Soll in macOS Ventura ein Objekt geteilt werden, erscheint dazu nicht mehr ein relativ billig aussehendes Standard-Kontextmenü, sondern ein dem Teilen-Fenster von iOS und iPadOS visuell sehr gleichendes Popover.

Mehr Einstellungen für Time-Machine-Backups

Was bisher nur händisch mit Zusatz-Tools möglich war, lässt sich neu über die Systemeinstellungen granulärer konfigurieren: Die Frequenz, in welcher Time Machine Backups erstellt. Neu kann eingestellt werden, dass Time Machine fix «Manuell», «Alle Stunde», «Jeden Tag» oder «Einmal pro Woche» eine Sicherung anlegt. Bisher ist indes nicht bekannt, ob damit Apples bisherige Standard-Frequenz komplett über den Haufen geworfen wurde (stündlich für die letzten 24 Stunden, täglich für den letzten Monat und wöchentlich für die letzten Monate).

Unterstützung für BIMI-E-Mail-Logos

Die «Mail»-App von macOS Ventura, iOS 16 und iPadOS 16 unterstützt neu den BIMI-Standard für die Ausweisung von zertifizierten E-Mails. «BIMI» steht für «Brand Indicators for Message Identification». E-Mails, die von BIMI-zertifizierten Marken/Firmen stammen, werden in der Mail-App als «Digital zertifiziert» und dem Logo des Unternehmens in der Kopfzeile dargestellt. Damit sollen nutzende Personen einfacher erkennen können, dass es sich dabei um «echte» Schreiben dieser Firmen handelt und nicht um beispielsweise eine Phishing-Attacke.

Clarus the Dogcow ist zurück!

Das macOS-Menü «Papierformat» haben die meisten von uns in den letzten Jahren wohl nie oder fast nie genutzt – vielleicht wird tatsächlich noch hie-und-da etwas ausgedruckt, aber tatsächlich das Papierformat angepasst wird dabei wohl wenn, dann meist äusserst selten. Eben an diesem Ort verbirgt sich in macOS Ventura ein wahrer Leckerbissen für Apple-Nostalgiker: Clarus the Dogcow ist nach vielen, vielen Jahren wieder dort anzutreffen. Wer Clarus noch nicht kennt oder in Erinnerungen schwelgen möchte: Stephen Hackett von 512pixels.net hat die Geschichte zur Dogcow.

Clarus ist zurück (512pixels.net )

Captchas gehören bald der Vergangenheit an

heise.de schreibt: «Captchas könnten für iPhone-, iPad- und Mac-Nutzer bald der Vergangenheit angehören. Eine neue Technik soll die störenden Anti-Roboter-Tests im Web und in Apps erübrigen: iOS und iPadOS 16 sowie macOS 13 Ventura unterstützen dafür sogenannte ‹Private Access Tokens›, mit denen sich das verwendete Gerät und somit der Nutzer gegenüber dem Diensteanbieter als legitim ausweisen, wie Apple auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2022 erläuterte. Das erfolge Datenschutz-konform und ohne Übermittlung persönlicher Daten, betonte der Hersteller.» Auch Google ist bei der dieser Technologie zugrundeliegenden Initiative mit dabei. «Es ist also zu vermuten, dass ähnliche Funktionalität in Android und weitere Betriebssysteme integriert wird.»

Und noch viel mehr …

Zahlreiche weitere Neuerungen umfasst Ventura, welche wir bereits in unserem iOS-16-Thema beschrieben haben. Unter viel anderem beispielsweise Live-Text, neue Funktionen in «Karten», um Sport erweiterte «News»-App, viel Neues in «Fotos», eine komplett neue «Home»-App, Neues für «Game Center», «Nachrichten», «Memojis» und vieles, vieles mehr …

Alle Neuerungen der macOS-13-Betas

Erinnerungen: Roter Badge zeigt heutige To-dos

Die in Apples Betriebssysteme integrierte ToDo-App «Erinnerungen» zeigt bisher nur überfällige Aufgaben mit einem Badge am Icon an. Mit iOS 16, iPadOS 16 und macOS 13 «Ventura» ändert sich dies nun und am heutigen Tag noch fällige Aufgaben werden nun im Badge ausgezeichnet.

iCloud Shared Photo Library ist verfügbar

Mit der dritten Beta von iOS 16, iPadOS 16, tvOS 16 und macOS 13 Ventura ist die neue in der Familien-Freigabe geteilte Fotos-Mediathek jetzt verfügbar und kann ausgetestet werden. Die «iCloud Shared Photo Library» kann in den System-Einstellungen unter «Fotos» und «Shared Library (Geteilte Mediathek)» aktiviert werden.

Neuer «Lockdown Mode»

Virtuelle Kreditkarten mit Apple Pay

Die virtuellen Kreditkarten, die in der dritten Beta von iOS 16 entdeckt wurden, dürften wohl auch in macOS 13 Ventura eingesetzt werden können.

Keine Netzwerkumgebungen mehr?

In macOS 13 gibt es keine «Network Locations (Netzwerkumgebungen)» mehr. Mit dieser Funktionalität war es – seit macOS 10.0 – möglich, schnell zwischen vordefinierten Netzwerk-Konfigurationen zu wechseln.

Doch kein «Hide my E-Mail» für Dritt-Apps?

Anfang August entfernte Apple auf der Webseite zu macOS Ventura die Erwähnung der «Hide My E-Mail»-Unterstützung für Dritt-Apps. Nun wird spekuliert, ob die Funktion ganz gestrichen oder nur zu einem späteren Zeitpunkt für Dritt-Apps eingeführt wird.

Alle Neuerungen in macOS 13.1 beta

Neue App «Freeform»

Die anlässlich der WWDC22 im Juni kurz angeteaserte neue App «Freeform» ist mit der ersten macOS-13.1-Beta erstmals verfügbar. Mit der App bietet Apple eine Miro-ähnliche Funktionalität. Die neue App gibts auch in iOS und iPadOS 16.2.

Neue Architektur für «Home»-App

Apple hat anlässlich der WWDC22 für die «Home»-App eine komplett neue Architektur versprochen. Einerseits kommt die App mit iOS 16, iPadOS 16 und macOS 13 bereits mit einer neuen Benutzeroberfläche daher und seit dem Update auf iOS 16.1 (resp. direkt mit der Veröffentlichung von iPadOS 16(.1) und macOS 13 «Ventura») unterstützt Apple auch den neuen Smart-Home-Standard «Matter». Mit dem neuen Update wird nun die komplette Architektur der App generalüberholt. Durch die Auffrischung soll die App performanter und stabiler laufen. Um von den Neuerungen profitieren zu können, müssen alle heimischen Geräte auf die neue Architektur aktualisiert werden.

Quelle: Apple.com, twitter.com, MacRumors.com, 9to5Mac.com, shadowfacts.net, 512pixels.com

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