Apple im 2021

Vermutungen (und Hoffnungen) für das neue Apple-Jahr

Wir wagen einen Blick in die Kristallkugel – wie wird das Apple-Jahr 2021? Folgend, was wir in der Kugel gesehen haben, unsere Vermutungen und Spekulationen, sowie hier und dort auch einfach nur das, was wir uns erhoffen für das neue Jahr.

Stefan Rechsteiner

Das vergangene Jahr setzte für Apple die Basis für Vieles, was im neuen Jahr noch folgen wird.

Einerseits zwang die Corona-Pandemie den Mac-Hersteller dazu, sich etwas Neues für die beliebten Keynotes einfallen zu lassen. Die Online-WWDC und die Video-Events des Herbstes waren ein mehr als guter Ersatz dafür – und dürften so vorerst auch noch im neuen Jahr weitergeführt werden. All zu schnell wird sich die globale Situation wohl noch nicht ändern.

Auch einige Schritte, die Apple mit seinen neuen Betriebssystem-Generationen gemacht hat, wird das Unternehmen im neuen Jahr weiter intensivieren und ausbauen. Allem voran in Sachen Privatsphäre und Datenschutz – Apples unverrückbare Einstellung hin zu mehr Kontrolle für den Nutzer über seine eigenen Daten dürfte auch im neuen Jahr eines der Top-Themen für die iPhone-Company sein. Sei dies mit neuen Möglichkeiten in Apples Hardware- und Software-Produkten oder aber, wenn sich Apple weiterhin gegen andersdenkende Konkurrenten wie Beispielsweise Facebook oder Google behaupten muss.

Die grösste Apple-Neuigkeit von 2020 wird auch 2021 für einige Schlagzeilen sorgen: der Prozessor-Wechsel für die Mac-Plattform auf hauseigene Chips.

Mit dem «M1» und den aktualisierten MacBook Air, 13-Zoll MacBook Pro und Mac mini ist Apple ein [massiver, aber dennoch zunächst nur erster Paukenschlag] gelungen. [Es waren «nur» die Entry-Level-Modelle] – richtig interessant wird nun zu sehen sein, was Apple für die wahren Pro-Maschinen im Petto haben wird. Genau das erwarten wir für 2021: erste Apple-Chips für die Pro-Macs.

Ob es bereits in diesem Jahr auch ein Spitzen-Modell des Mac Pro mit Apple-Chip geben wird, wagen wir zu bezweifeln – für viel wahrscheinlicher halten wir neue iMac-Modelle und ein komplettes MacBook-Pro-Lineup mit Apple Silicon.

Wir vermuten, dass dort keine «M1» zum Einsatz kommen werden und auch keine M2, sondern Chips mit anderen Namen. Der «M1» bleibt Entry-Level-Macs vorbehalten und wird in späteren Generationen mit einem M2, M3, M4 etc. ersetzt. Für Pro-Macs wird Apple andere Chips fertigen und diesen einen anderen Namen geben.

Mindestens beim iMac hoffen wir auf ein kleines ([aber eigentlich viel lieber ein grosses]) Redesign. Die Zeit dafür ist [definitiv reif] – welcher Zeitpunkt wäre geeigneter als jener des gleichzeitigen Prozessor-Wechsels?

Für nicht gänzlich ausgeschlossen halten wir, dass Apple parallel dazu auch 2021 noch vereinzelt Mac-Modelle mit Intel-Prozessoren anbieten und möglicherweise auch aktualisieren wird.

Sehr willkommen heissen würden wir es zudem, wenn Apple wieder ein eigenes Display ins Sortiment aufnehmen würde. Korrektur: Wieder ein zahlbares eigenes Display ins Sortiment aufnehmen würde. Mit dem «Pro Display XDR» hat Apple natürlich nun schon länger wieder einen externen Bildschirm im Angebot, dieses ist für Normalsterbliche aber weiss Gott schlicht nicht erschwinglich.

Würde Apple zu einem mehr oder minder «normalen» Preis ein hochauflösendes externes Display mit der exzellenten Qualität des iMac-Panels und dem hervorragenden Produkt-Design und -Fertigung verkaufen, für welche Apple bekannt ist … wir würden die Hände ins Feuer legen, dass sich die Dinger verkaufen würden wie warme Semmel.

Auch wenn im Jahresverlauf der Herbst Apples bevorzugte Saison ist für grosse Produkt-Veröffentlichungen, dürfte es auch 2021 über das ganze Jahr hinweg Neuigkeiten von Apple geben.

Jetzt zum Frühjahr oder dann im Frühling könnten neue iPad-Pro-Modelle anstehen – möglicherweise auch ein neues iPad mini. Ebenso zeitnah könnte eine aktualisierte «Apple TV»-Settop-Box erscheinen – Gerüchten zufolge etwas besser fürs Gaming (Stichwort  Arcade) aufgestellt. Schon länger wird zudem über die Tracking-Devices «AirTags» spekuliert. Vielleicht erblicken die nun ja in der ersten Hälfte des neuen Jahres das Licht der Welt. Und auch schon länger Gerüchte gibt es über aktualisierte oder sogar komplett überarbeitete AirPods.

Auch 2021 wird 5G ein grosses Thema sein – dann mindestens auch bei den neuen iPad-Modellen. Spannend bleibt auch, wie Apple bei den diesjährigen Produkten mit der Lightning-Schnittstelle weiterfahren wird. Und, last but not least, wird der Mac-Hersteller auch 2021 einiges in seine zahlreichen Dienste investieren. Es wäre mindestens an der Zeit, dass iCloud mal wieder funktional ausgebaut und das Angebot aktuellen Gegebenheiten angepasst wird.

Fast schon «in Stein gemeisselt» ist Apples Agenda für neue Betriebssysteme und neue iPhone- und Apple-Watch-Modelle. Vorgestellt während der Entwickler-Konferenz «WWDC» im Juni, werden iOS 15, iPadOS 15, tvOS 15, watchOS 8 und macOS 12 dann im Herbst 2021 veröffentlicht. Für die Monate September bis November wird es neben den neuen OS-Versionen auch eine Apple Watch Series 7 und das iPhone 13 geben – letztere ziemlich sicher zusätzlich wieder in einer mini-, einer Pro- und einer Pro-Max-Ausführung.

Viel steht an im 2021. Langweilig wird das neue Apple-Jahr auf jeden Fall nicht.

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