Apple Pay die zweit-meist genutzte mobile Bezahllösung der Schweiz

Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) und die Universität St. Gallen haben die zweite Ausgabe 2022 des «Swiss Payment Monitor» veröffentlicht (PDF, 805 KB). Die seit 2018 erscheinende Studie zeigt auf, wie das Zahlungsverhalten der Schweizer Bevölkerung aussieht. Der neue Bericht bildet das erste Halbjahr 2022 ab.

Wie MoneyToday.ch berichtet, bleiben der Studie zufolge die Debitkarten im ersten Halbjahr 2022 das meist-genutzte Zahlungsmittel in der Schweiz. Dies sowohl in der Einsatzhäufigkeit als auch beim Umsatz.

Das Bargeld hält sich auf dem zweiten Platz, wie aus dem Bericht hervorgeht. Im Präsenzgeschäft, so heisst es, werde weiterhin jede dritte Zahlung mit Bargeld beglichen. Es handle sich dabei aber «mehrheitlich die kleineren Beträge». Weiter wurden die Studienteilnehmer auch gefragt, ob sie sich mit einer Zukunft ohne Bargeld anfreunden können – 61 Prozent der Befragten verneinten das.

Derweil nehme die Beliebtheit des «mobilen Bezahlens» weiter zu, schlussfolgert der Bericht. «Im Distanzgeschäft wird mittlerweile jede zweite Zahlung über ein mobiles Gerät abgewickelt.» Auch im Präsenzgeschäft nehme die Häufigkeit des mobilen Bezahlens zu. Mit dem Smartphone oder mit der Smartwatch werde hierzulande aber weiterhin noch deutlich weniger bezahlt als mit der Debitkarte, dem Bargeld oder der Kreditkarte. «Twint» sei gesamthaft die mit Abstand meist-genutzte mobile Bezahllösung in der Schweiz: 71.3 Prozent des Umsatzes und 61.4 Prozent der Anzahl Transaktionen mit mobilen Geräten werden mit Twint abgewickelt, so die Studie. Das seien 8.4 (Umsatz) respektive 0.1 (Transaktionen) Prozentpunkte mehr als noch im vergangenen Halbjahr.

Apple Pay ist gemäss der Studie die am zweitmeisten genutzte mobile Bezahllösung in der Schweiz. Im Vergleich zum ersten «Swiss Payment Monitor» 2022 (also im zweiten Halbjahr 2021) legte auch Apples Bezahlsystem kräftig zu: Apple Pay machte im ersten Halbjahr 2022 rund 13.3 Prozent (+5.4 PP) des Umsatzes und 18.6 Prozent (+6.6 PP) der Anzahl Transaktionen mit mobilen Geräten in der Schweiz aus.

Auch sogenannte «Neo-Banken» gewinnen dem Bericht zufolge in der Schweiz «laufend an Bekanntheit und Beliebtheit». Ein Drittel der Schweizer Bevölkerung soll demnach bereits Angebote einer Neo-Bank genutzt haben. Meist geschah das «als Ergänzung zu den Leistungen herkömmlicher Anbieter von Finanzdienstleistungen», führt die Studie weiter aus.

Von Stefan Rechsteiner
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