Q1 2027: Apple erwartet Rekordquartal – trotz Engpässen bei Mac und iPad

Für das laufende Weihnachtsquartal (Q1-2027) rechnet Apple mit einem Umsatzwachstum von 7 bis 10 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dies hat Finanzchef Kevan Parekh anlässlich der gestrigen Telefon-Konferenz im Anschluss an die Bekanntgabe der Q4-2026-Zahlen in Aussicht gestellt. Nach dem Rekord-Q1 vor einem Jahr wäre es entsprechend erneut das umsatzstärkste Quartal der bisherigen Firmengeschichte. Trifft Apples Prognose ein, setzt der Konzern zwischen Oktober und Dezember rund 154 bis 158 Milliarden US-Dollar um. Bei den Diensten wird ein Plus von 8 bis 9 Prozent erwartet. Die Bruttomarge soll hingegen auf 45 bis 46 Prozent sinken (Q4-2026: 47.9 Prozent) – belastet durch höhere Speicherkosten sowie durch Infrastruktur-Kosten für das Hochfahren von Siri AI.

Die Prognose «reflects our best view of constrained supply (spiegelt unsere beste Einschätzung des eingeschränkten Angebots wider)», so Parekh. Bereits im eben abgeschlossenen Q4 waren iPhone, iPad und Mac knapp – laut COO Sabih Khan wegen der hohen Nachfrage und der begrenzten Verfügbarkeit modernster Fertigungsprozesse für die Apple Silicon. Mit dem Wechsel weiterer Produkte auf 2-Nanometer-Chips soll sich das indes entspannen. Beim iPad führt Apple das Umsatzminus von rund 10 Prozent im Q4 auf die Engpässe zurück. Für Mac und iPad erwartet Apple auch im bereits laufenden Weihnachtsquartal Engpässe – nun vor allem wegen des Arbeitsspeichers, da die Nachfrage höher als erwartet ausfalle.

Die Lage bei den Speicherpreisen bezeichnete Apple-CEO John Ternus in seinem ersten Earnings Call als Firmenchef als «unprecedented (beispiellos)». Im laufenden Quartal rechnet Apple mit nochmals höheren Speicherkosten, und auch danach sollen die Preise weiter steigen. Abgefedert werde der Druck teilweise durch die Preiserhöhungen bei Mac und iPad im Juni und beim iPhone im September, durch günstigere andere Komponenten sowie durch eingelagerte Speicherbestände – deren Nutzen soll gemäss Ternus mit der Zeit aber abnehmen. Weitere Preiserhöhungen schloss Khan nicht aus. Der Lagerbestand von Apple ist derweil auf 14.54 Milliarden US-Dollar angewachsen – ein Plus von 154 Prozent gegenüber dem Vorjahr; die Kaufverpflichtungen für die Fertigung sollen von Juni bis September um 33 Milliarden US-Dollar gestiegen sein.

Interaktive Grafiken zu den Apple-Zahlen

Ausführliche Analysen und Grafiken zu Apples Umsatz, Gewinn und Verkaufszahlen seit dem Jahr 2000 haben wir in einem Wissensartikel im Lexikon zusammengetragen.

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

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