Zollrückzahlungen stützen Apples Rekord-Quartal

Die im Q3-2026-Bericht bereits kurz erwähnten Zollrückerstattungen haben Apples jüngstes Rekordquartal zusätzlich verbessert: Wie AppleInsider vorrechnet, sorgten die Rückzahlungen laut Apple für einen positiven Effekt von rund 2 Prozentpunkten auf die Bruttomarge von 50.1 Prozent und liessen den verwässerten Gewinn pro Aktie um 0.11 auf 2.02 US-Dollar steigen. Für den neuen Q3-Rekord wären die Rückerstattungen aber nicht nötig gewesen.

Gemäss der AppleInsider-Berechnung dürfte sich die bislang zurück-erhaltene Summe auf rund 2.19 Milliarden US-Dollar belaufen – von den insgesamt etwa 3.2 Milliarden US-Dollar, die Apple die inzwischen für rechtswidrig erklärten Trump-Zölle zuvor gekostet haben sollen.

Für das laufende vierte Fiskalquartal erwartet Apple demnach einen weiteren Umsatz-Effekt von rund 1 Prozent aus zusätzlichen Rückerstattungen – was ungefähr der noch ausstehenden Milliarde US-Dollar aus der ersten Zoll-Runde entspricht.

Die Mehrkosten der Zölle hatte Apple nicht über Preiserhöhungen an die Kundschaft weitergegeben, sondern selbst getragen; die Rückzahlungen fliessen entsprechend direkt in die Barreserven. Noch-Apple-CEO Tim Cook bekräftigte am «Earnings Call» erneut, die zurückerhaltenen Gelder vollständig in den US-Standort reinvestieren zu wollen.

Nichts mit den Zöllen zu tun haben die jüngsten Preiserhöhungen bei einigen Apple-Produkten – diese gehen auf die durch den KI-Boom verknappten Flash- und Arbeitsspeicher-Chips zurück.

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

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