AirTag: Spannende Details zu den neuen Trackern von Apple

Der Produkte-Webseite, der Pressemitteilung und der Support-Datenbank von Apple sind interessante weitere Details zu den gestern vorgestellten Trackern «AirTag» des Mac-Hersteller zu entnehmen. Eine Sammlung.

Stefan Rechsteiner

Inhaltsverzeichnis

  1. Spritz-, Wasser- und Staub-Resistent

  2. Austauschbare Batterien

  3. Kompatibel mit älteren iPhone, Präzisions-Positionierung nur mit U1-Modellen

  4. Massnahmen gegen unerwünschte Standortverfolgung

Spritz-, Wasser- und Staub-Resistent

Wie Apple informiert, tragen die AirTag eine IP67-Zertifizierung nach dem IEC-Standard 60529 – das heisst die kleinen Chips sind für bis zu 30 Minuten und eine Wassertiefe von 1 Meter wasserdicht. Weiter sind sie resistent gegen Spritzwasser und Staub.

Austauschbare Batterien

Die AirTag werden von <mark>Knopfbatterien-Typ «CR2032»</mark> betrieben. Apple zufolge soll die Batterie auch bei täglicher Nutzung bis zu einem Jahr halten.

Kompatibel mit älteren iPhone, Präzisions-Positionierung nur mit U1-Modellen

Um ein AirTag zu nutzen, benötigt man ein iPhone welches mit iOS 14.5 kompatibel ist. Die während der Keynote von Apple gezeigte «präzise Positionierung» mit Angabe der Richtung und genauen Entfernung läuft über einen in das AirTag integrierten Ultra-Wideband-Chip «U1». Um die Wegweiser-Funktion nutzen zu können, benötigt auch das persönliche iPhone einen U1-Chip. Apple verbaut solche seit dem iPhone 11 in seine Smartphones. Entsprechend kann die Präzisions-Positionierung nur mit einem Modell der iPhone-11- oder der iPhone-12-Familie genutzt werden.

Für die «präzise Positionierung» nutzen die neuen iPhone übrigens nicht nur den U1-Chip, sondern auch Daten der Kamera, von ARKit, vom Beschleunigungsmesser und vom Gyroskop der Geräte.

Die im Englischen offiziell «Precision Finding» genannte Funktion kann übrigens auch mit der Bedienungshilfe «VoiceOver» genutzt werden. Blinde oder sehbeeinträchtige Menschen können ein AirTag mit Angaben wie «AirTag ist drei Meter links von dir entfernt» wiederfinden.

Massnahmen gegen unerwünschte Standortverfolgung

Die vom AirTag für die Auffindbarkeit gesendeten Bluetooth-Signal-Kennungen werden immer wieder automatisch ausgewechselt – damit soll eine eine unerwünschte Standortverfolgung verhindert werden.

iPhones erkennen auch selbstständig, wenn sich ein AirTag eines anderen Nutzers in der Nähe befindet und sich mit einem mit bewegt – in diesem Fall informiert das iPhone über dieses AirTag. Das gelte natürlich nicht für AirTags von anderen Nutzern, denen man irgendwie nahe kommt – beispielsweise indem sie im gleichen Zug wie man selbst mitreisen. Diese Sicherheitsfunktion aktiviert sich erst, wenn das AirTag für eine längere Zeit keinen Kontakt mehr mit dem eigentlichen Besitzer hatte.

Wenn man selbst kein iPhone hat, jemand einem aber ein AirTag «untergeschoben» hat (sich also der eigentliche Besitzer des AirTags nicht mehr in der Nähe ebendieses befindet), beginnt dieses AirTag nach drei Tagen von selbst einen Ton auszugeben, um auf sich aufmerksam zu machen. Wer ein solches unbekanntes AirTag entdeckt, kann es mit dem iPhone oder einem anderen NFC-fähigen Gerät antippen – beispielsweise auch mit einem Android-Gerät. Auf dem persönlichen Gerät wird dann eine Anleitung angezeigt, wie man das unbekannte AirTag deaktivieren kann.

Die Dauer von 3 Tagen hat «Daring Fireball»-Blogger John Gruber von einem Apple-Mitarbeitenden erfahren. Demzufolge seien es nur aktuell deren drei Tage – Apple könne diese Zeitspanne aber jederzeit serverseitig im Find-My-Netzwerk verlängern oder verkürzen – je nach dem wie sich die tatsächliche Nutzung der AirTag herausstellen wird.

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