Neuer, wieder farbiger iMac, iPad Pro mit M1 und XDR-Display, neue Apple-TV-Remote und AirTag

Apple Special Event April 2021

Anlässlich eines unter dem Slogan «Spring Loaded» laufenden Special Events hat Apple heute Abend eine Fülle an neuen Produkten vorgestellt. Apples aufwendig produzierter Video-Event dauerte exakt eine Stunde. In dieser einen Stunde präsentierte Apple den ersten komplett rund um die neuen Apple Silicons entwickelten Mac, zeigte neue Generationen des Apple TV und vor allem dessen Fernbedienung und verpflanzte den leistungsfähigen M1-Chip vom Mac in ein neues iPad Pro. Ausserdem hat Apple «endlich» die AirTag genannten Tracker vorgestellt, welche schon seit gefühlt einer Ewigkeit in der Gerüchteküche umhergegeistert sind.

Stefan Rechsteiner

Inhaltsverzeichnis

  1. Apple Card Family

  2. Apple Podcast Subscriptions

  3. «Mmmmm, Purple.»

  4. AirTag

  5. Aktualisierte Apple-TV-4K-Box …

  6. … mit neuer Siri-Remote

  7. Komplett neuer iMac

  8. Neues iPad Pro mit M1-Chip und XDR-mini-LED-Display

In den Event führte wie gewöhnlich Apple-CEO Tim Cook. Der charismatische Apple-Chef begrüsste passend zum Frühling die Zuschauerschaft nicht im Steve Jobs Theater, sondern gleich davor draussen stehend. Statt dort zu verweilen, begab er sich auf einen Spaziergang durch den hügeligen grünen Umschwung des Apple Park.

Apple wolle auch weiterhin mit seinen Produkten und seinen Werten einen positiven Unterschied im Leben der Menschen machen, so Cook in seiner Begrüssung.

Apple Card Family

Nach einem kurzen Update über Apples Umwelt-Ziele und den erst letzte Woche lancierten «Restore Fund» – einer Initiative zur Entfernung von CO₂ aus der Atmosphäre – begann Cook gleich selbst mit der Vorstellung der ersten Neuerungen. Bei der bisher einzig in den USA verfügbaren Kreditkarte «Apple Card» gibt es neu auch eine «Apple Card Family». Dabei handelt es sich um eine «innovative neue Art und Weise», wie beispielsweise Partner oder Familien ihre Apple Card gemeinsam nutzen, ihre Ausgaben verwalten und zusammen einen Kredit aufbauen können. Die neuen Möglichkeiten für geteilte Apple Cards werden für US-Kunden ab Mai verfügbar gemacht, so Cook.

Apple Podcast Subscriptions

Ohne grosse Umschweife wechselte Cook gleich zum zweiten Thema des Abends: Podcasts. Vor 15 Jahren verhalf Apple dem Medium «Podcast» zum Durchbruch. Damals listete Apples Podcast-Verzeichnis in iTunes 3000 Shows – heute umfasst «Apple Podcasts» Millionen Podcasts. Neu wird es die Podcast-App von Apple in einem neuen Design geben und in sogenannten «Channels» können Herausgeber Gruppen von Sendungen kuratieren. Mit den «Apple Podcast Subscriptions» können künftig in Apples Podcast-App neben den Millionen kostenlosen Shows auch «Premium-Inhalte» von Podcast-Herausgebern abonnieren. «Apple Podcast Subscriptions» ist Cook zufolge «ein globaler Marktplatz für Podcast-Hörer und -Herausgeber».

Die Subscriptions werden im Mai eingeführt – zum Start in über 170 Regionen und Ländern weltweit.

«Mmmmm, Purple.»

Die dritte von Cook vorgestellte Neuerung betraf das iPhone. Inspiriert von den im Frühling wieder erwachenden Farben in der Natur gibt es das iPhone 12 neu auch (wieder) in der Farbe Violett. Wieder, da es bereits das iPhone 11 auch in dieser Farbe gegeben hatte, Apple sie aber im Herbst mit der Lancierung der 12er-Reihe nicht mehr im Sortiment weiterführte. Nun ist Violett zurück – vorgestellt mit einem kurzen Video mit dem Schlusspunkt «Mmmmm, Purple».

«Mmmmm, purple» zur neuen iPhone-12-Farbe (Apple)

Vorbestellt werden kann die neue Farbe ab diesem Freitag. In den Handel kommen wird das violette iPhone 12 am 30. April.

Für die nächste Produkte-Ankündigung übergab der spazierende Cook das Wort an Carolyn Wolfman-Estrada. Die Engineering Program Managerin brachte sich für ihren Auftritt vor dem Fitness-Studio des Apple Park in Stellung.

Nach einer kurzen Erinnerung an das neuerdings für Dritthersteller geöffnete Find-My-Netzwerk setzte Wolfman-Estrada gleich zur Präsentation der AirTag an.

Das iPhone 12 und das iPhone 12 mini gibts neu in Violett (Apple )

AirTag

Wer in den letzten Jahren die zahlreichen Gerüchte rund um Apple verfolgte, dürfte dabei auch mehr als einmal über die AirTag gestolpert sein. Die schon seit Langem stets aufs Neue «kurz bevorstehenden» Tracker haben sich zuletzt zu einer Art «Täglich grüsst das Murmeltier»-Gerücht gemausert. Nun aber haben sich die Tracker endlich bewahrheitet.

Die kleinen runden Chips bieten dem Mac-Hersteller zufolge eine private und sichere Möglichkeit, «die wichtigsten Gegenstände» leicht zu finden. Die Chips können – auch dank separat verfügbaren Anhängern – an Schlüsselbunde, Taschen oder jegliche andere Gegenstände befestigt werden. Sie ermöglichen ein präzises Auffinden ebendieser Gegenstände durch die «Wo ist?»-App («Find my»). Dank dem Ultra-Wideband-Chip «U1» in den neueren iPhone-Modellen kann auf dem Display des Apple-Smartphones genauestens angezeigt werden, in welcher Richtung und in welcher Entfernung sich der gesuchte Gegenstand befindet. Ein im Chip integrierter Lautsprecher kann gleichzeitig Töne von sich geben, damit der Gegenstand noch schneller und einfacher gefunden werden kann.

AirTag sollen «Gegenstände tracken, nicht Personen», so die Apple-Managerin, deshalb hat Apple verschiedene Sicherheitsfunktionen in die AirTag und in das Betriebssystem der iPhone integriert. Das ausgeklügeltste und für den Nutzer offensichtlichste: Das persönliche iPhone meldet beispielsweise, wenn sich in der eigenen Nähe ein AirTag befindet, dessen Besitzer sich aber nicht ebenfalls in der Nähe befindet.

AirTag können ab Freitag vorbestellt werden und kommen am 30. April in den Handel. Ein einzelnes AirTag kostet 29 US-Dollar respektive 35 Schweizer Franken oder 35 Euro. Wer gleich mehr als eines kaufen möchte, erhält ein Vierer-Pack für 99 US-Dollar (CHF 119 / 119 Euro).

Werbespot «Couch» zur Einführung der AirTag (Apple)

Bei seinem Spaziergang bereits im riesigen Innenhof des kreisrunden Apple-Park-Hauptgebäudes angekommen, leitete Tim Cook die Aufmerksamkeit auf das Trio Apple TV – die gleichnamige Settop-Box, die «TV»-App mit umfangreichem Ökosystem und der Apple-eigene Video-Streamingdienst Apple TV+.

Eben zu letzterem, respektive zu «einer seiner Lieblings-Sendungen», liess es sich Cook nicht nehmen, eine umfangreiche Vorschau auf die bereits für den Sommer angekündigten zweiten Staffel zu zeigen. Gemeint war natürlich Apples Hit-Serie «Ted Lasso».

Offizieller Teaser zur zweiten Staffel von «Ted Lasso» (Apple)

Nach dem Sneak Peak wurde auch noch bekannt gegeben, dass die neue Staffel am 23. Juli auf Apple TV+ anlaufen wird.

Was es Hardware-technisch bei Apple TV neues gibt, durfte derweil Cindy Lin präsentieren. Die Leiterin bei «Program Management for Media Products Engineering» wurde aus einem Modell-Haus zugeschaltet.

Aktualisierte Apple-TV-4K-Box …

Eine überarbeitete Generation des «Apple TV 4K» ist neu mit einem A12 Bionic ausgerüstet. Der leistungsfähige Chip des iPhone XS, iPhone XS Max und iPhone XR kam im September 2018 auf den Markt und ist zwei Generationen neuer als der «A10X» von 2017.

Der neuere Chip ermöglicht es der Settop-Box, neu auch HDR-Inhalte mit hoher Bildrate («High Frame Rate») wiederzugeben. Apple arbeite mit verschiedenen Inhalte-Anbietern weltweit zusammen, um entsprechende Inhalte möglichst schnell auf die Box zu bringen, so Lin. Die Streaming-Technologie AirPlay kann auf der neuen Box HDR-Inhalte ebenfalls neu mit HFR abspielen.

Auch der beste Inhalt nützt jedoch nichts, wenn die Fernsehgeräte falsch eingestellt sind. Deshalb wird die Apple-Settop-Box neu mit einer Funktion ausgestattet, mit welcher sich der Fernseher mit dem persönlichen iPhone kalibrieren lässt. Bei «Adjust Color Balance» hält man das iPhone an einen von der Settop-Box auf dem Fernseher eingezeichneten Bereich – die Kameras und Sensoren des Apple-Smartphones gleichen derweil das «gesehene» Bild mit dem von der Settop-Box eigentlich gewollten Bild ab, sodass die Settop-Box den Farbabgleich, Kontrast und so weiter des Fernsehers optimal einstellen kann.

… mit neuer Siri-Remote

Teil der überarbeiteten Apple Settop-Box ist auch eine neugestaltete Fernbedienung. Die neu etwas längere Alu-Remote verfügt über ein neues Design und über neue Knöpfe. Es hat kein grossflächiges Touch-Panel über die ganze obere Hälfte mehr, sondern über ein «Clickpad». Dieses ähnelt den Eingabemöglichkeiten der früheren iPod – eine Fünffach-Navigation soll eine noch genauere Bedienung der tvOS-Benutzeroberfläche ermöglichen. Da das ganze Clickpad auch ein Touch-Panel ist, kann weiterhin schnell durch lange listen gewischt werden. Über den Aussenring des Clickpad kann mit einer zirkularen Geste Bild-genau vor- oder zurück-gespult werden. Über einen neuen Power-Knopf kann der Fernseher und über einen neuen Stumm-Schalter die Audio-Ausgabe schnell aus- und eingeschaltet werden. Der Knopf für Siri befindet sich neu auf der Seite der Fernbedienung.

Mit 32 GB Speicherplatz kostet die aktualisierte «Apple TV 4K» mit neuer Remote 179 US-Dollar (CHF 199 / 199 Euro). Mit 199 US-Dollar bzw. 229 Schweizer Franken oder 219 Euro kann man sich ein Apple TV 4K mit 64 GB Speicherplatz erwerben. Bestellt werden kann die aktualisierte Settop-Box ab dem 30. April. In den Handel kommen wird sie «in der zweiten Hälfte des Mai».

Für 65 Franken gibts die neue Apple-TV-Fernbedienung übrigens auch einzeln zu erwerben.

In einem kleinen Flug über den Teich im Herzen des Apple Park zu den Klängen von «Carrera» von Brokenstra & YADAM ging es nach den Apple-TV-Neuerungen wieder zurück zu Tim Cook.

«Now lets talk about the Mac». Es habe für den Mac «nie eine spannendere Zeit gegeben», so Cook. Der letzten Herbst eingeläutete zweijährige Wechsel hin zu Apple-eigenen Prozessoren sei mit einem «unglaublichen Start» losgegangen. Die neuen Mac mini, MacBook Air und 13-Zoll MacBook Pro seien bei Kunden phänomenal gut angekommen. Mittlerweile, so Cook weiter, verkauft Apple sogar bereits mehr Mac-Computer mit M1-Chips als Intel-basierte Modelle. Nun aber stehe der nächste Schritt in der Apple-Silicon-Transition an – dieser zeige John Ternus.

Komplett neuer iMac

Ternus, der zum neuen Jahr hin zum Hardware-Entwicklungschef befördert wurde, durfte «den ersten Mac» vorstellen, der explizit «für Apple Silicon entwickelt wurde». Den Namen verriet Ternus nicht gleich, aber das direkt darauf eingespielte Video offenbarte sofort: Es ist ein neuer iMac. Ein sehr dünner iMac. Und wieder ein farbiger iMac.

«Introducing the new iMac» (Apple)

Der neue iMac kommt mit einem neuen Äusseren, das weiterhin an das bisherige ikonische Design erinnert – gleichzeitig aber klar vom eckigen Design des iPad Pro, Pro Display XDR und der iPhone-12-Familie inspiriert ist. Von vorne betrachtet verfügt der neue iMac nach wie vor über ein Kinn – darauf ist aber neu kein Apple-Logo mehr zu sehen. Die Ränder um den Bildschirm sind dünner – und neu weiss. Das in sieben verschiedenen Farben verfügbare neue dünne Aluminium-Gehäuse ist vorne beim Kinn in einem hellen Pastell-Farbton und an der Seite sowie hinten in einem gesättigteren Farbton gehalten.

Für die Details des neuen iMac übergab Ternus das Wort an Colleen Novieli, «Worldwide Senior Product Marketing Managerin» und Navpreet Kaloty, «Engineering Program Manager» für die Mac-Architektur.

Mit 11.5 Millimetern ist der neue iMac ausgesprochen dünn. Ermöglicht hat dies die neue Komponenten-Architektur der Apple-eigenen Prozessoren. Statt CPU, RAM, Controller und auch Grafikkarte auf einzelnen Chips sind bei der Architektur der Apple Silicons diese Komponenten alle in einem einzigen System-on-a-Chip untergebracht. Dies und unter anderem ein besseres Energie- und Wärme-Management der Apple-Chips ermöglicht eine enorm kompaktere Bauweise des Computers. Auch die Lüfter sind viel kleiner ausgefallen – der neue iMac arbeitet Novieli zufolge im normalen Gebrauch bei unter 10 Dezibel, was kaum auszumachen sei.

Statt wie bisher über ein 21.5-Zoll grosses Display verfügt der neue iMac neu über ein 24-Zoll grosses Display – dies bei dank dünneren Rändern um das Display nur geringfügig grösserem Gehäuse, so Novieli weiter. Die Auflösung des Displays beträgt 4480 mal 2520 Pixel – also «4.5K».

Der neue iMac verfügt auch über eine neue FaceTime-Kamera, neue Mikrofone und neue Lautsprecher – dieses Trio stellte Kaloty genauer vor. Die Kamera löst neu mit 1080p auf und verfügt über einen grösseren Sensor. Zusammen mit den Vorteilen durch den leistungsfähigen Bildsignalprozessor (ISP) im M1 soll die Bildqualität der iMac-Kamera so massiv verbessert werden. Es sei gar die beste Kamera, die Apple je in einen Mac eingebaut habe, so Kaloty.

Bei den Mikrofonen setzt Apple beim iMac neu auf ein Array aus drei Mikrofonen mit Beamforming. Auch dieses Mikrofon-System soll «das Beste aller Macs» sein.

Ein neues Lautsprecher-System bietet mit zwei Paaren nebeneinander angeordneten Force-Cancelling-Tieftönern eine beeindruckende Basswiedergabe. Hochleistungs-Hochtöner gleichen die Paare aus. Gesamthaft verfügt der neue iMac über sechs Lautsprecher – diese ermöglichen auch räumliches Audio wie Dolby Atmos und Spacial Audio. Das neue System sei auch «das beste Soundsystem, das je in einem Mac verbaut wurde», so Kaloty.

Novieli zeigte auf, dass der M1 im neuen iMac diesen bis zu 85 Prozent schneller macht als der bisherige Intel-basierte 21.5-Zoll iMac. Die Leistung der integrierten Grafik soll durch den M1 sogar verdoppelt werden – gegenüber der besten zuvor verfügbaren dedizierten Grafik im 21.5er-iMac soll sie sogar noch immer um 50 Prozent besser sein. Betreffend maschinelles Lernen gibt Apple eine dreifache Leistungssteigerung aus.

Ausgestattet ist der neue iMac mit bis zu vier USB-3-Anschlüssen auf der Rückseite des Gerätes. Zwei davon sind Thunderbolt-3-Anschlüsse. Für den Stromanschluss hat Apple einen neuen magnetischen Stecker entwickelt. Einziger Wermutstropfen: Der neue iMac hat ein externes Netzteil. Immerhin: Dieses verfügt über eine integrierte Ethernet-Buchse – das kabelgebundene Netzwerk muss also nicht mehr bis zum iMac gezogen werden, sondern wird ab Netzteil über das neue Kabel bzw. den magnetischen Anschluss zum iMac geleitet.

Zugehörige Tastatur, Maus und Trackpad gibt es ebenfalls in den sieben iMac-Farben. Bei der Tastatur kann zudem nun aus drei Modellen ausgewählt werden: Ein kompaktes kabelloses «Magic Keyboard», eines mit integriertem «Touch ID»-Fingerabdrucksensor und eine grosse Tastatur mit Zifferblock – und ebenfalls neu mit «Touch ID».

«Say hello to the new iMac» (Apple)

In einem eingespielten Produkt-Video wurden die Highlights des neuen iMac nochmals aufgezeigt. Nach einem kurzen Hinweis auf die verschiedenen Umwelt-Werte des neuen iMac – das Gehäuse besteht beispielsweise gänzlich aus rezykliertem Aluminium – offenbarte Novieli, dass das Einstiegs-Modell des neuen iMac mit einem M1 mit 8-Core CPU und 7-Core GPU sowie 8 GB unified RAM und 256 GB SSD sowie zwei Thunderbolt-Anschlüssen ausgestattet in den vier Farben «Blau», «Grün», «Pink» oder «Silber» ab 1299 US-Dollar (CHF 1449 / 1449 Euro) verfügbar ist, während ein zweites Modell mit 8-Core CPU und 8-Core GPU sowie neben den zwei Thunderbolt-Anschlüssen zwei weitere USB-3-Anschlüsse und das Ethernet-Kombi-Netzteil ab 1499 US-Dollar (CHF 1679 / 1669 Euro) auch in «Gelb», «Orange» und «Violett» verfügbar ist. Optional kann auch 16 GB RAM und ein SSD-Speicherplatz von bis zu 2 TB konfiguriert werden.

Vorbestellt werden können die neuen iMac ab dem 30. April. Ausgeliefert werden auch sie ab der zweiten Mai-Hälfte.

Zurück im Bild leitet John Ternus zum nächsten Themenfeld weiter. Nicht nur Mac-Nutzer wollen von der immensen Leistung des M1 profitieren, neckte er, bevor ein sehr aufwändig produziertes dreiminütiges Video eingespielt wurde, in welchem sich ein als Blondschopf getarnter Tim Cook Zugang zu Apples Entwicklungs-Labor verschafft, dort ein MacBook Air aufschraubt, diesem den M1 entnimmt und ihn in einem anderen Labor von Apple in ein iPad einsetzt.

«Mission Implausible» zum M1-Chip im iPad Pro (Apple)

Neues iPad Pro mit M1-Chip und XDR-mini-LED-Display

Der «iPad Product Marketing Manager» Raja Bose wurde die Ehre zuteil, das neue iPad Pro vorzustellen. Dank dem M1-Chip ist das neue iPad Pro um bis zu 50 Prozent schneller als das bisherige iPad Pro – das bereits Branchen-Führer war. Bei der Grafik gibts eine 40-prozentige Leistungssteigerung gegenüber dem bisherigen iPad-Pro-Modell und der Flash-Speicher ist doppelt so schnell, so Bose.

Das iPad Pro kann neu mit bis zu 2 Terabyte internem Speicherplatz ausgestattet werden. Weiter hat Apple beim iPad Pro den Anschluss mit Thunderbolt ausgestattet – tatsächlich handelt es sich um einen USB-4-kompatiblen Anschluss. Gegenüber dem bisherigen USB-3-Anschluss ist das eine Vervierfachung der möglichen Bandbreite – was unter anderem auch den Anschluss und vollumfänglichen Betrieb des 6K-auflösenden «Pro Display XDR» ermöglicht.

Das neue iPad Pro (Apple )

Neu verbaut Apple auch beim iPad Pro die neue Mobilfunktechnologie «5G» – in den USA auch mit mm-Wave, mit bis zu 4 Gigabit pro Sekunde.

Fiona O’Leary, ihres Zeichens Designerin in Apples «Imaging and Sensing Technology»-Team, zeigte, wie Apple die True-Depth-Kamera auf der Vorderseite des neuen iPad Pro verbessert hat. Die neu mit 12 Megapixel auflösende Kamera hat ein Ultra-Weitwinkel-Objektiv. Die neue Kamera bietet mit «Center Stage» eine sehr spannende Funktion, bei welcher bei Video-Konferenzen beispielsweise über FaceTime die Kamera automatisch auf die sich davor befindliche Person zoomt – und dieser auch folgt, wenn sie sich bewegt. Wenn sich andere Personen ebenfalls vor das Gerät bewegen, zoomt die Kamera entsprechend aus, sodass alle Personen möglichst optimal gezeigt werden können.

Zurück im Fokus kündigte Raja Bose an, dass Apple das bereits exzellente «Liquid Retina Display» des bisherigen iPad Pro beim neuen Modell durch ein «Liquid Retina XDR Display» ersetzt hat – dies zumindest beim 12.9-Zoll-Modell. Das neue XDR-Display biete über die ganze Fläche bis zu 1000 nits, kurzzeitig sogar 1600 nits.

Heidi Delgado, «Senior Director Program Management» von Apples «Imaging and Sensing Technology»-Team, erklärte, wie Apple die «XDR»-Fähigkeiten in das iPad Pro gebracht hat. Das neue iPad Pro verfügt über einen mini-LED-Bildschirm. Statt «nur» über 72 individuell steuerbare LED für die Hintergrundbeleuchtung des Displays verfügt das neue «Liquid Retina XDR Display» über eindrückliche 10’000 LED – mini LED – die in 2500 lokale Dimmbereiche gruppiert sind. Dadurch könne je nach Inhalt die Helligkeit auf dem Bildschirm viel genauer gesteuert werden. Dies ermögliche ein eindrückliches Kontrast-Verhältnis von eins zu einer Million. Und das alles in einem nur 6.4 Millimeter dünnen Gerät, so Delgado.

«Developers, meet iPad Pro» (Apple)

In einem weiteren Einspieler äussern sich Entwickler verschiedener bekannter iPad-Apps über das neue iPad Pro, dessen M1 und das neue XDR-Display. Gleich danach kündigt Bose an, dass es mit dem neuen iPad Pro das damit kompatible Magic Keyboard neu auch in weisser Farbe gibt.

Das neue iPad Pro mit M1-Chip startet in der 11-Zoll-Ausführung weiterhin bei 799 US-Dollar (CHF 879 / 879 Euro). Das 12.9-Zoll Modell mit zusätzlich dem neuen XDR-Display startet bei 1099 US-Dollar (CHF 1199 / 1199 Euro). Vorbestellt werden können die neuen Modelle ab dem 30. April. In den Handel kommen werden die neuen iPad Pro in der zweiten Hälfte des Mai.

Abschliessend wurde noch Werbespot zum neuen iPad Pro eingespielt, bevor wieder John Ternus zu sehen war. «In jeglicher Hinsicht» sei dies «ein grosser Sprung nach vorne für das iPad Pro», so Apples Hardware-Entwicklungschef, der das Wort damit wieder zurück an Apple-CEO Tim Cook übergab.

«Introducing iPad Pro» (Apple)

Für seine verabschiedenden Worte fand sich Cook in der Mitte des Apple-Park-Innenhofs bei der grossen Regenbogen-Bühne ein. Mit einer Zusammenfassung der neuen Produkte aus sieben Produkte-Kategorien schloss er den Video-Event ab. Cook versicherte zum Schluss nochmals, dass sie sich bei Apple wie Eingangs erwähnt «weiterhin dafür einsetzen werden, das Leben der Menschen zu verbessern». Er könne den Verkaufsstart der neuen Produkte kaum mehr erwarten.

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