Apple zeigt «Tap to Pay»: Annahme von Zahlungen mit dem iPhone – ohne zusätzliche Hardware

Für «später in diesem Jahr» hat Apple gestern eine neue Funktion für das iPhone angekündigt. «Tap to Pay» verwandelt das Smartphone in ein kontaktloses Bezahlterminal. Handelstreibende sollen damit in der Lage sein, mit ihren iPhone ohne zusätzliche Geräte kontaktlose Zahlungen durch Apple Pay oder normale Debit- und Kreditkarten zu akzeptieren. Nötig ist dazu einzig eine von einem Partner unterstützte iOS-App.

Ein entsprechendes SDK für «Tap to Pay» wird Apple mit einem künftigen iOS-Update einführen – damit können Zahlungsplattformen und App-Entwickler die Funktion in ihre iOS-Apps integrieren und den nutzenden Personen als Zahlungsoption anbieten.

Für das Bezahlen einfach das iPhone mit Apple Pay an das iPhone des Verkaufenden halten (Apple )

Der Online-Bezahldienst «Stripe» wird gemäss Apple die erste Plattform sein, die «Tap to Pay» auf dem iPhone anbieten werden. Weitere Zahlungsplattformen und Apps sollen noch in diesem Jahr folgen, so der Mac-Hersteller weiter.

Handelstreibende können das kontaktlose Zahlen über eine unterstützte iOS-App freischalten und künftig an der Kasse Kunden bitten, ihr iPhone oder Apple Watch in die Nähe des iPhone des Verkaufenden zu halten. Abgewickelt wird die Zahlung über den NFC-Chip im iPhone – es wird keine zusätzliche Hardware benötigt, um kontaktlose Zahlungen zu akzeptieren. Apple weist ausserdem darauf hin, dass auch bei «Tap to Pay» die Zahlungsdaten der Kunden auf dem iPhone geschützt sind und alle Transaktionen, die über die Funktion durchgeführt werden, verschlüsselt sind.

Gemäss dem Unternehmen werden vorerst nur Handelstreibende aus den USA «Tap to Pay» nutzen können. Wann die Funktion auch international verfügbar wird, hat Apple noch nicht bekannt gegeben.

Auch mit Kreditkarte: iPhone als kontaktloses Bezahlterminal (Apple )

Bereits vor wenigen Wochen wurde darüber spekuliert, dass Apple demnächst eine Funktion wie «Tap to Pay» einführen könnte. Apple übernahm im Sommer 2020 das kanadische Unternehmen «Mobeewave», welches genau eine solche Technologie entwickelt hatte.

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

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