Apples Aktionärsversammlung: Tim Cook zeigt sich sehr optimistisch für die Zukunft

Gestern fand Apples diesjährige Aktionärsversammlung statt. Statt wie zuletzt vor Ort im Steve Jobs Theater auf dem Apple Park respektive früher in der Town Hall auf dem Apple Campus an der Infinite Loop, wurde das Treffen in diesem Jahr aufgrund der anhaltenden Corona-Virus-Pandemie gänzlich virtuell durchgeführt.

Für das «Annual Shareholders Meeting» gibt es jeweils verschiedenste Traktanden, allem voran die jährliche Wiederwahl des Verwaltungsrates von Apple. Es wird überdies noch über andere Geschäfte abgestimmt und Teilnehmer können der Führungsriege um CEO Tim Cook und Verwaltungsratspräsident Art Levinson auch Fragen stellen. Normalerweise kommen bei der Aktionärsversammlung sehr diverse Fragen aus dem Publikum zusammen, aufgrund des Formats konnte Apple die Fragen in diesem Jahr etwas gezielter sortieren. Cook hat gestern dennoch einige Interessante Details preisgeben können.

Alle Mitglieder des Verwaltungsrates wurden wiedergewählt. Der Rat besteht damit weiterhin aus James Bell (seit 2015), Tim Cook (seit 2005), Al Gore (seit 2003), Andrea Jung (seit 2008), Art Levinson (seit 2000), Monica Lozano (ganz neu seit diesem Jahr), Ronald Sugar (seit 2010) und Sue Wagner (seit 2014).

Weiter wurde unter anderem abgestimmt über ein neues Vergütungssystem für die Apple-Führungskräfte. Cook beispielsweise wird ein Aktienpaket im Umfang von einer Million Apple-Aktien erhalten, wenn das Unternehmen festgelegte Leistungsziele erreicht.

Cook kündigte zudem an, dass Apple demnächst seine Dividende abermals erhöhen wird. Ziemlich sicher wird dies wie in den letzten Jahren erneut auf die Quartalszahlen-Bekanntgabe im Frühling hin passieren. Die Zahlen wird Apple Ende April oder Anfang Mai bekannt geben.

Zum Video-Streamingdienst «Apple TV+» sagte Cook, dass es schon immer der Ansatz des Unternehmens für den Dienst war, «Geschichten zu erzählen, die wichtig sind». Apple sehe «Streaming als eine Arena mit Platz für mehrere Spieler». Der Mac-Hersteller wolle sich in dieser von anderen abheben, indem «qualitativ hochwertige Inhalte» angeboten werden, «die die Menschlichkeit, die wir gemeinsam haben, in den Vordergrund stellen». Cook resümiert, dass man die starke Resonanz darauf auf verschiedene Weise sehen könne – sei es durch «die unglaubliche Mundpropaganda» für Hits wie «Ted Lasso» oder die «bemerkenswerte Serie von bereits mehr als 240 Preis-Nominierungen».

Über mögliche Auswirkungen von neuen Regulierungen beim App Store sagte Cook, dass der App Store in etwas mehr als einem Jahrzehnt «eine Software-Revolution für die Nutzer» und «ein Wirtschaftswunder für Millionen von Unternehmern, Kreativen, KMU und erfolgreichen grösseren Entwicklern» gebracht habe. Apples Fokus liege nun darauf, den Erfolg des App-Store-Ökosystems fortzuführen und es durch Initiativen wie dem App Store Small Business Program «noch stärker zu machen».

Cook zufolge habe Apple «in keinem Markt, in dem wir konkurrieren, eine dominante Position». Weder «in irgendeiner Produktkategorie, noch in einer Dienstleistungskategorie und auch nicht bei Software oder Apps», so der höchste Apple-Manager. «Der wettbewerbsorientierte Markt treibt uns alle dazu an, besser zu werden». Eine Prüfung durch die Behörden sei zwar «immer fair» und gerechtfertigt, Anschuldigungen wie die aktuellen würden aber «nach einer vernünftigen Prüfung der Fakten auseinander fallen», so Cook.

Für das neue Jahr und die weitere Zukunft zeigt sich Cook äusserst optimistisch. «Wenn ich mir unsere Produkte-Palette anschaue, glaube ich nicht, dass wir jemals eine bessere Auswahl an Produkten mit einem grösseren Zukunftspotenzial hatten als heute».

Weitere Details aus dem Treffens gibt es bei 9to5Mac, MacRumors oder AppleInsider.

Von Stefan Rechsteiner
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