Gesamterneuertes MacBook Pro mit «M1 Pro» und «M1 Max» – und neue AirPods 3

Anlässlich des zweiten Special Events in diesem Herbst hat Apple heute Abend eine Handvoll Neuigkeiten angekündigt. Gedreht hat sich für einmal alles um die beiden Themen «Musik» und «Mac».

Stefan Rechsteiner

Inhaltsverzeichnis

  1. Voice-Abo für Apple Music

  2. Farbige HomePod mini

  3. AirPods 3 mit Spatial Audio

  4. Der Mac und Apple Silicon

  5. M1 Pro

  6. M1 Max

  7. Komplett neues MacBook Pro

  8. Abschluss

Quick-Facts

  • Der Musik-Streamingdienst «Apple Music» erhält einen neuen Sprach-Abotyp, mit welchem ausschliesslich über Siri auf den ganzen Katalog an Songs und kurratierten Playlists zugegriffen werden kann. Kostenpunkt: Statt 9.99 US-Dollar wie das Standard-Abo kostet dieses Abo nur 4.99$ im Monat. Verfügbar in Deutschland und Österreich, nicht aber in der Schweiz.
  • Den HomePod mini gibt es neu nicht mehr nur in Weiss und Schwarz, sondern neu auch in den Farben Blau, Orange und Rot. Der HomePod mini ist weiterhin nicht offiziell über Apple in der Schweiz verfügbar. In Deutschland und Österreich aber schon – die neuen Farben gibts ab November.
  • Die neuen «AirPods 3» bieten ein den AirPods Pro entlehntes Äusseres, bieten das immersive «Spatial Audio» mit Dolby Atmos und diversen technischen Finessen. Kostenpunkt: 199 Schweizer Franken oder 199 Euro (DE + AT)
  • Die ersten Pro-Chips von Apple hören auf den Namen «M1 Pro» und «M1 Max». Sie bieten eine 10-Core-CPU (8 High-Performance- und 2 High-Efficiency-Cores) und eine GPU mit 16 (Pro) respektive 32 (Max) Kernen. Dem SoC stehen 32 (Pro) respektive 64 (Max) GB des neuen superschnellen «Unified Memory» zur Verfügung. Die neuen Chips sind ein vielfaches schneller und effizienter als der M1 und als alle anderen Pro-Notebook-CPUs auf dem Markt.
  • Das MacBook Pro erhält ein neues Design, neue Anschlüsse (3x Thunderbolt 4; HDMI; SD-Card-Slot; MagSafe 3), ein hochauflösenderes mini-LED basiertes «Liquid Retina XDR» mit ProMotion (dynamische Bildwiederholfrequenz bis 120 Hz schnell), das bis 1600 nits hell leuchten kann und nur 3.5mm dünne Ränder hat. Die Kamera ragt neu wie beim iPhone in das Display hinein – die Menü-Leiste von macOS kaschiert den Notch intelligent. Erhältlich in Silber und Space-Grau mit 14.2 oder 16.2 Zoll grossen Displays.
  • Alle heute neu vorgestellten AirPods 3 und neuen MacBook Pro können ab sofort bei Apple vorbestellt werden und kommen nächste Woche in den Handel.

Das Intro zum Event dürfte beim einen oder anderen «alten Mac-Hasen» nostalgische Gefühle hervorgerufen haben. Gezeigt wurde ein junger Mann, der in seiner Garage mit Geräuschen von allerlei Apple-Geräten – alten und neuen – loopend in Logic Pro ein sehr stimmiges Lied komponiert.

« Start Up I A song made from 45 years of Apple sounds» (Apple)

Zur eigentlichen Keynote begrüsst dann stehend auf einer Wiese auf dem Apple Park der CEO des Unternehmens, Tim Cook. Es sei nun schon «der zweite Event in etwas mehr als einem Monat». Bei Apple, so Cook weiter, fokussiere man sich darauf, innovative Produkte und Erfahrungen zu kreieren. «Produkte, die unseren Nutzern neue Wege eröffnen, ihre Kreativität auszudrücken und die anderer zu geniessen.»

Die heutige Präsentation drehe sich um zwei für das Unternehmen sehr wichtige Bereiche: Musik und der Mac.

Begonnen wird mit Musik. Wie Cook sagt, hat Apple «die Art und Weise dauerhaft verändert, wie Menschen Musik hören und entdecken». Eben dieses Erlebnis wolle man weiterhin verbessern.

Der Musik-Streamingdienst Apple Music umfasse aktuell über 90 Millionen Lieder und bietet über 30’000 kuratierte Wiedergabelisten. Diesen Herbst nun will Apple das «Apple Music Erlebnis» auf eine «neue Ebene» bringen. Vorstellen darf diese Neuerung Zane Lowe, Moderator beim Apple Music Radio.

Voice-Abo für Apple Music

Dank Siri könne man bereits heute fast alles hören, was Apple Music zu bieten hat. Siri kann nach den Lieblings-Songs, -Alben oder -Künstlern gefragt werden und der digitale Assistent spielt die Musik ab. Wenn man «einfach nur die passende Musik für den Moment finden» wolle, kann Siri jetzt damit besser helfen, so Lowe. Die Reaktion von Apple Music hat dazu neue Playlists erstellt für eine «Vielzahl an Stimmungen und Aktivitäten». Siri könne neu angefragt werden, beispielsweise eine Playlist für eine Dinnerparty abzuspielen – oder eine fürs Entspannen vor dem Schlafengehen – oder eine für den extra Antrieb für die nächste Wandertour.

Apple Musics Zane Lowe während der Apple-Keynote (Apple )

Dieses Sprach-basierte Erlebnis mit Apple Music will Apple «noch mehr Menschen als zuvor» ermöglichen und führt deshalb einen neuen Abo-Typ namens «Voice Plan» für Apple Music ein. Einzig über die Stimme respektive via Siri hat man so Zugriff auf den ganzen Katalog von Apple Music – auf jeden Song, jede Playlist, jeden Sender auf allen persönlichen Apple-Geräten. Kosten tut dies 4.99 US-Dollar respektive Euro pro Monat. Verfügbar gemacht wird der neue Abo-Typ in Österreich und Deutschland, Italien, Frankreich und Grossbritannien, sowie Australien, Kanada, China, Hongkong, Indien, Irland, Japan, Mexiko, Neuseeland, Spanien, Taiwan und natürlich in den USA «später in diesem Herbst».

Die Schweiz ist bei diesen 17 Ländern und Regionen nicht dabei, höchstwahrscheinlich, weil hierzulande auch die HomePods und Siri auf Apple TV nach wie vor nicht verfügbar sind.

Mit dem normalen Abo und dem Familien-Abo gibt es nun mit dem neuen Stimmen-Abo drei Möglichkeiten, Apple Music zu abonnieren und konsumieren.

Zurück im Bild freut sich Tim Cook, dass nun «noch mehr Menschen» Apple Music geniessen werden können «einfach mittels ihrer Sprachbefehle».

Farbige HomePod mini

Einer der besten Arten die Inhalte von Apple Music zu geniessen sei mit dem HomePod mini, meint der Unternehmens-Chef und gibt das Wort weiter an Dave Wilkes Jr., einem Manager in Apples «Acoustics Engineering»-Team.

Wilkes fasst die Eigenschaften des HomePod mini zusammen und kündigt «neue Wege» an, wie der intelligente Lautsprecher das «Zuhause unterstützen kann». In einem kurzen Video sind dann erstmals farbige HomePod minis zu sehen. «You’ve never heard color like this (So haben Sie Farbe noch nie gehört)» heisst es im Video. Der intelligente Lautsprecher ist neu neben «Weiss» und «Space-Grau» auch in «Gelb», «Orange» und «Blau» verfügbar. Das sei «mutig» und «spassig» und gebe «jedem Raum einen Farbtupfer» und «etwas mehr Persönlichkeit».

«HomePod mini, now in color» (Apple)

Apple habe jedes Element der Lautsprecher mit Farbe versehen – vom Netzgewebe über die getönte Touch-Oberfläche bis hin zu den Details wie den Lautstärke-Symbolen und dem gewobenen Stromkabel.

Erhältlich sind die neuen HomePod mini für nur 99 US-Dollar respektive 99 Euro ab dem November.

«Wenn es um das Hören von Musik unterwegs geht, dann führt nichts an den AirPods vorbei», meint Tim Cook, der nun wieder im Bild zu sehen ist. Die intelligenten Kopfhörer würden ein «magisches kabelloses Erlebnis» bieten. Wie Cook weiter sagt, sind sie die «beliebtesten Kopfhörer der Welt».

Die «aufregenden Neuigkeiten» bezüglich AirPods vorstellen darf Sumita Dutta, eine Audio-Engineering-Program-Managerin bei Apple.

AirPods 3 mit Spatial Audio

«Unsere Kunden lieben es, Musik mit über AirPods zu hören», beginnt diese. Dank Spatial-Audio mit Dolby Atmos («3D-Audio») in Apple Music sollen AirPods «noch nie besser geklungen» haben. Das immersive Klangerlebnis, welches sich nicht mehr «nur auf links und rechts» beschränkt, sondern die Klang-Herkunft punktgenau in einem dreidimensionalen virtuellen Raum positioniert, taucht man regelrecht in die Klangwelt der Musik oder eines Filmes ein. Immer mehr Musik-Künstler machen ihre Werke als 3D-Audio verfügbar. Viele Filme bieten schon länger multidimensionalen Klang. Dynamisches Head-Tracking erweitert dieses Erlebnis noch mehr, indem der virtuelle 3D-Raum fixiert wird und man sich darin herumbewegen kann. «Spatial Audio» mit dynamischem Head-Tracking ist mit den AirPods Pro und den AirPods Max möglich.

Dieses ganze «3D-Audio-Erlebnis» wolle Apple nun noch mehr Kunden verfügbar machen – deshalb führt das Unternehmen eine neue dritte AirPods-Generation ein.

«All-new AirPods with Spatial Audio» (Apple)

Die neuen «AirPods mit Spatial Audio» bieten ein neues Design (angelehnt an die AirPods Pro). Nicht nur aussen gibt es Neues, sondern auch innen. So bietet der Force-Sensor im Stab der Kopfhörer «mehr Kontrolle beim Musikhören und Telefonieren».

Um die beste Sound-Qualität zu liefern, hat Apple einen neuen Low-Distortion-Treiber speziell für die neuen AirPods entwickelt – diese bieten «kräftige Bässe» und «klare Höhen». Die neuen AirPods sind überdies Schweiss- und Wasser-resistent, also auch für harte Trainings und Joggen im Regen geeignet.

Da jede Ohrmuschel etwas anders sei, könne «das, was man hört, von dem abweichen, was man hören sollte». Apple wollte dafür einen Weg finden, um sicherstellen zu können, dass jeder das bestmögliche Klangerlebnis habe, so die Apple-Managerin. Erreicht habe man dies durch zwei Arten. Einerseits mit dem «neuen konturiertem Design» wie bei den AirPods Pro. Durch das Design gelange der Klang direkt in die Ohren. Andererseits mit «Adaptive EQ», ebenfalls von den AirPods Pro entlehnt. Diese «bahnbrechende Klang-Funktion» sorgt für «das beste Klangerlebnis und passt den Klang in Echtzeit» für den jeweiligen Träger der Kopfhörer an. Dabei passt es Tonfrequenzen so an, damit das, was man hört, dem angeglichen wird, was man hören sollte – so höre man die Werke der Künstler genau so, wie es die Künstler gedacht haben.

Die Akkulaufzeit der neuen AirPods wurden auf bis zu sechs Stunden erhöht. Wer es eilig hat, kann die AirPods in nur fünf Minuten für eine ganze Stunde Hörgenuss aufladen. Das praktische Ladecase bietet zudem vier zusätzliche Komplett-Ladungen für die AirPods 3. Und dieses Ladecase kann mit MagSafe und «kabellos» aufgeladen werden.

Wie der Zusammenfassungs-Folie zu den neuen AirPods zu entnehmen ist, bieten diese auch «verbesserte Qualität bei FaceTime-Anrufen» und können über das «Find My»-Netzwerk gefunden werden.

Susmita Dutta während der Keynote (Apple )

Die neuen AirPods 3 kosten 179 US-Dollar respektive 199 Schweizer Franken oder Euro und können ab heute bei Apple vorbestellt werden. In den Handel kommen sie kommende Woche. Wie Dutta zusammenfasst, bleiben weiterhin erhältlich die AirPods 2 für 129 US-Dollar (139 Schweizer Franken; 149 Euro), sowie die AirPods Pro für 249 US-Dollar (279 Schweizer Franken; 279 Euro) und auch die 549 US-Dollar teuren AirPods Max.

Zurück im Bild kann Tim Cook es kaum erwarten, dass wir alle die neue AirPods-Generation ausprobieren können. «Bei so einem tollen Sortiment ist für jeden etwas dabei», sinniert er und macht den Wechsel hin zum Mac.

Der Mac und Apple Silicon

Der Mac sei «schon immer ein einfach zu bedienendes Werkzeug» gewesen, welches es Nutzern «ermöglicht, auf neue und innovative Weise kreativ zu sein». Die enge Integration von Hardware und Software ermögliche ein Nutzererlebnis, das «schlichtwegs Seinesgleichen sucht», so Cook weiter. Dank den Apple-eigenen Chips («Apple Silicon») sei dieses Nutzererlebnis noch besser als je zuvor. Ein Jahr der angekündigten zweijährigen Übergangsphase von Intel-Chips hin zu Apple Silicon sei nun bereits vorüber. Begonnen habe alles mit dem M1, dem ersten eigens für den Mac entwickelten Chip.

Der M1 sei ein Durchbruch gewesen. Er habe unsere beliebtesten und erschwinglichen Systeme (MacBook Air, 13-Zoll MacBook Pro, Mac mini und 24-Zoll iMac) «transformiert». Er habe dank seiner «unglaublichen Leistungskraft und Akkulaufzeit» neu definiert, was diese Mac fähig sind zu tun. Auch die Rückmeldungen auf die neuen Mac «waren unfassbar», so Cook. Der M1 hat das Wachstum bei den Mac-Verkäufen im vergangenen Jahr in neue Höhen getrieben, den Rest der Branche überholt und dem Mac das beste Jahr überhaupt beschert.

Nun freue er sich darauf, dass die Apple Silicons in noch mehr Mac-Modelle Einzug halten werden. Mehr dazu weiss John Ternus, Apples Hardware-Entwicklungschef auf SVP-Ebene.

John Ternus darf durch die Neuerungen beim MacBook Pro leiten (Apple )

«Unsere professionellen Kunden verlassen sich auf den Mac – und die meisten davon wählen das MacBook Pro», beginnt Ternus. Das MacBook Pro spreche diejenigen Leute an, die «das leistungsfähigste Notebook wollen», damit sie «die Welt verändern können». Heute sei nun der Tag gekommen, auf den sie alle gewartet haben. «Heute denken wir das MacBook Pro komplett neu.» All das startet mit dem ersten Pro-Chip, der eigens für den Mac entwickelt wurde. Der «M1 Pro» ist der «nächste Chip in der M1-Familie» – ein «Game Changer».

Einen tieferen Einblick in die Details des neuen Chips bietet Johny Srouji, Apples Hardware-Technologiechef auf SVP-Ebene. Dieser beginnt damit, nochmals den Sinn und Zweck der Transition auf Apple Silicon zu erklären. Es gehe darum, «die unglaubliche Leistung massgeschneiderter Technologien und den unablässigen Fokus auf Strom-Effizienz» auf den Mac zu bringen. Der M1 habe genau das geschafft. Er habe nicht nur die beliebtesten Mac-Modelle transformiert, «sondern auch die PC-Welt schockiert». Der M1 war für viele von Apples Kunden ein «unglaublicher Sprung» – doch: «manche professionelle Nutzer benötigen noch mehr». Für eben diese wollte man bei Apple «etwas Grossartiges bauen». Genau darum gehe es beim «M1 Pro». Dies sei der «nächste bahnbrechende Chip» für den Mac.

Um ein Pro-Notebook zu bauen, musste man bisher auf eine stromfressende CPU und eine dedizierte GPU setzen. Diese Zwei-Chip-Architektur benötigt viel Strom und Kühlung. Weiter bedeutet diese Architektur, dass die CPU und GPU separate Arbeitsspeicher haben (System-Memory und GPU-Memory), weshalb Daten ständig über ein eher langsames Interface herum-kopiert werden müssen.

M1 Pro

Wie Srouji hinweist, hat bisher niemand die auch mit dem M1 eingesetzte System-on-a-Chip-Architektur in einem Profisystem angewandt. Mit dem M1 Pro ändere sich das nun. Die «bahnbrechende Architektur» des M1 habe man dazu hochskaliert und so den «wesentlich leistungsfähigeren» M1 Pro erschaffen.

Begonnen hat Apple mit der Überarbeitung der Chipfertigung an sich, um den SoC überhaupt skalierbar zu machen. Dabei wurde die Bandbreite des Arbeitsspeicher-Interface verdoppelt und schnellere DRAM-Bausteine verwendet. Der M1 Pro liefert so eine Arbeitsspeicher-Bandbreite von bis zu 200 GB/s – fast dreimal so viel wie der schon schnelle M1.

Das von Apple massgeschneiderte Package des M1 Pro unterstützt bis zu 32 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher («unified memory»; ein 256-bit LPDDR5 Interface).

Die Matrize des M1 Pro baut auf dem brachenführenden 5-Nanometer-Prozess auf. Durch die kompakte Bauweise finden 33.7 Milliarden Transistoren auf dem Chip Platz – mehr als doppelt so viele wie im M1.

Das M1-Pro-SoC besteht aus einem 10-kernigen CPU mit 8 Hochleistungs- und 2 Effizienz-Kernen. Die acht Hochleistungskerne verfügen über einen 192 KB Instruction-Cache, über einen 128 KB Data-Cache und über einen 24 MB fassenden L2-Cache. Die Caches der beiden auf Effizienz getrimmten Cores fassen 128 KB (Instruction), 64 KB (Data) und 4 MB (L2). Die ganze CPU ist bis zu 70 Prozent schneller als diejenige des M1.

Die Grafikeinheit des M1 Pro verfügt über 16 Kerne – doppelt so viele wie im M1. Diese GPU-Cores «gepaart mit der schnelleren Arbeitsspeicher-Bandbreite» ermöglichen beim M1 Pro eine doppelt so schnelle Grafikleistung wie beim M1. Apple weist im Video bis zu 5.2 Teraflops aus.

Der M1 Pro verfügt überdies über eine Media-Engine, die Video-Prozesse bei sehr geringem Energie-Verbrauch beschleunigt, so Srouji. Dazu kommt eine neue ProRes-Encode-/Decode-Engine, die ProRes so beschleunigt, dass mehrere 4K- und 8K-Streams gleichzeitig abgespielt werden können, während die Engine «nur einen Bruchteil der Energie» benötigt. Dies sei ein «weiterer Vorteil, wenn man seine eigenen Chips baut», meint Srouji.

Apples SVP Hardware Engineering, Johny Srouji (Apple )

M1 Pro verfüge noch über «weitere fortschrittliche Technologien für ein komplettes professionelles System» – beispielsweise eine leistungsstarke «Display Engine» für das gleichzeitige Betreiben von zwei hochauflösenden externen Bildschirmen, zusätzliche Thunderbolt-Controller für mehr I/O-Bandbreite «und vieles mehr» (eine Secure-Enclave, Memory Cache, Neural Engine …).

Aufbauend auf dem M1 bringe der M1 Pro die «unglaubliche Leistungskraft von Apple Silicon auf eine ganz neue Ebene». Der M1 Pro sei «anders als alles, was man in anderen Profi-Computern findet – dennoch wollten wir die Leistungskraft von Apple Silicon noch weiter pushen». Apple stelle deshalb heute nicht nur einen, sondern zwei neue Chips für den Mac vor.

M1 Max

Der «M1 Max» baut auf dem M1 Pro auf und «treibt dessen unglaubliche Fähigkeiten noch weiter voran». Bei diesem Chip-Design gibt es eine noch höhere Bandbreite und ein nochmals verdoppeltes Arbeitsspeicher-Interface. Somit bietet der M1 Max bis zu 400 GB/s Arbeitsspeicher-Bandbreite – doppelt so viel wie im M1 Pro und sechsmal so viel wie im M1.

Dieses noch grössere Arbeitsspeicher-Interface ermöglicht dem M1 Max Unterstützung von bis zu 64 GB gemeinsames RAM (512-bit LPDDR3 Interface). Auf diesem Die finden «unglaubliche» 57 Milliarden Transistoren Platz – 1.7-mal mehr als im M1 Pro und 3.5-mal mehr als im M1. Das sei «bei weitem der grösste Chip, den wir je gebaut haben».

Der M1 Max verfügt über die gleiche leistungsstarke 10-Kern-CPU des M1 Pro, verdoppelt bei der GPU aber die Anzahl Kerne auf 32. Apple weist hier bis zu 10.4 Teraflops aus. Die Grafikeinheit ist damit bis zu viermal schneller als der M1. Auch die Media-Engine ist noch leistungsfähiger mit einem bis zu doppelt so schnellem Video-Encoding und gleich zwei ProRes-Beschleunigern.

All dies bringe der M1 Max mit «branchenführender ‹Leistung pro Watt›». Energieeffizienz sei massgeblich für die Systemleistung der Apple Silicons, so Srouji. Deshalb sei der M1 schon ein Durchbruch gewesen. In verschiedenen Grafiken erklärt Srouji folgend, wie die Leistung des M1 und jetzt sowieso des M1 Pro und des M1 Max bezüglich CPU und auch GPU in einer Leistungskurve (Leistung vs. Energie-Effizienz) viel besser abschneidet, als die aktuell beste verfügbare Konkurrenz. M1 Pro und M1 Max haben auf jeder Energiestufe mehr Leistung. Bezüglich CPU-Leistung-pro-Watt können sie bei gleichem Energieverbrauch eine 1.7-mal höhere Leistung liefern als der beste PC-Chip. Bei der höchsten Leistung des PC-Chips bieten die neuen Apple-Chips dasselbe Leistungsmass bei 70 Prozent geringerem Energieverbrauch. Das sei «eine grosse Sache», meint Srouji mit einem leichten verschmitzten Lächeln. Bei der Grafikleistung spielt der M1 Pro bis zu 7-Mal besser aufgestellt als eine integrierte PC-Laptop-Grafik. Bei einer dedizierten Grafikkarte in einem PC-Notebook bietet der M1 Pro mehr Leistung und verbraucht dabei 70 Prozent weniger Energie. PC-Profi-Notebooks mit extrem leistungsfähigen (und auch extrem Strom-fressenden) Grafikkarten bieten zwar grosse Leistung, aber benötigen dafür aber auch sehr viel Energie. Vergleichbare Leistung bietet der M1 Max hier bei 40 Prozent weniger Energie. Einen Vergleich gibt es auch mit «dem Chip im schnellsten PC-Laptop», den die Leute bei Apple finden konnten. Es sei ein «High-End-System, welches viel grösser und schwerer ist als ein kompakter Profi-Laptop». Die GPU dieses Systems hat eine noch schnellere Grafikleistung, konsumiere aber auch riesige Energiemenschen. Der M1 Max biete hier eine ähnliche Leistung, nutzt dabei aber 100 Watt weniger Energie. Das sei massiv, so Srouji. Diese unglaubliche Effizienz führe dazu, dass die Leistung der neuen M1-Chips hervorragend ist, egal ob man das Gerät am Ladegerät oder mit dem Akku betreibt – anders bei der Konkurrenz: nutze man das kompakte Profi-PC-Laptop im Akkubetrieb, falle die Grafikleistung merklich ab. Der M1 Max ist dann bis zu 2.5-mal schneller. Beim High-End-Profi-PC-Laptop falle die Grafikleistung sogar noch drastischer ab und der M1 Max ist bis zu 3.3-mal schneller.

Das sei einer der grossen Vorteile, den Apple Silicon den Profi-Nutzern biete.

Wie der Zusammenfassungs-Folie zum M1 Max zu entnehmen ist, unterstützt dieser Chip übrigens bis zu vier hochauflösende externe Bildschirme.

Srouji übergibt in der Folge das Wort an Apples Software-Entwicklungschef Craig Federighi, der erzählt, wie macOS die volle Leistung aus diesen neuen Chips ziehen kann.

In macOS gibt es «systemweite Verbesserungen», um «die beste Leistung für die rechenintensivsten Apps zu gewährleisten». Beispielsweise wurden Arbeitsfluss-Daten von Profi-Apps genutzt, um die Zuweisung von CPU-Kernen für Multi-Thread-Aufgaben in macOS zu optimieren. Weiter gibt es fortschrittliche Energieverwaltungs-Features, die intelligent Aufgaben den Leistungs- und Effizienzkernen zuweisen. Man könne so mehr Code kompilieren oder mehr Videos mit einer einzigen Akkuladung editieren als je zuvor. macOS sei zudem darauf ausgelegt, um vom neuen gemeinsamen Arbeitsspeicher optimal Gebrauch zu machen. Pro-Apps können so riesige Bilder oder Videos bearbeiten und zwischen der CPU und GPU hin- und herschieben, ohne diese dabei kopieren zu müssen. Dies sorge für eine «atemberaubende Leistung». Dank Core-ML-Optimierungen sind Modelle für Maschinelles Lernen durchschnittlich mehr als dreimal so schnell wie die bisher schnellsten Core-i9-MacBook-Pro-Modelle – einige ML-Modelle seien sogar mehr als 20-Mal so schnell, meint Federighi.

Jede von Apple entwickelte App ist bereits für Apple Silicon optimiert. Heute werden zudem einige «aufregende Upgrades» für die Pro-Apps veröffentlicht: In Logic Pro können neu auch «Spatial Audio»-Mixes erstellt werden; In Final Cut Pro ist die Video-Analyse für die neue Objekt-Tracking-Funktion bis zu fünfmal schneller; In Compressor lassen sich ProRes-Videos sogar zehnmal schneller transkodieren.

«Pro apps. Pushed to the max.» (Apple)

Nach einem Video, in welchem einige Entwickler über die neuen Möglichkeiten mit dem M1 Pro und dem M1 Max sinnieren, fasst Craig die neuen Prozessoren als «einfach toll, wie unsere Vision für Apple Silicon zum Leben erwacht» zusammen. Dann geht es zurück zu Apples Hardware-Entwicklungschef John Ternus.

Komplett neues MacBook Pro

Der M1 Pro und der M1 Max seien ein «riesiger Sprung in Sachen Chips für Pro-Systeme», so Ternus. «Apples Teams haben aber auch viel Arbeit in das Design eines neuen MacBook Pro gesteckt, das von dieser neuen Leistungskraft und den neuen Fähigkeiten dieser Chips Gebrauch machen kann.»

Erhältlich ist das komplett neu konzipierte MacBook Pro in zwei Grössen: als 16-Zoll und erstmals als ein 14-Zoll Notebook. Auch das kleinere MacBook Pro soll die gleichen Features und Fähigkeiten beherbergen, wie das grössere Modell, so Ternus weiter.

Das neue MacBook Pro sei eine Kombination aus «bahnbrechender Leistung, unglaublicher Akkuleistung, einer aussergewöhnlichen Display-Qualität und fortschrittlicher Konnektivität». Das neue MacBook Pro sei ein «Pro-Notebook, das schlicht Seinesgleichen sucht».

Konzipiert wurde das neue MacBook Pro mit einem Hauptaugenmerk auf Leistung und Nutzen. Das neue Aluminium-Gehäuse maximiere «den Platz im Innern für mehr Leistung und Funktionen». Beherbergt wird unter anderem ein fortschrittliches Kühlsystem, welches selbst bei niedrigeren Lüfterdrehzahlen 50 Prozent mehr Luft durchschleusen kann. Die thermische Konstruktion des neuen MacBook Pro ermögliche «phänomenale dauerhafte Leistung» zu liefern und dabei flüster-leise zu bleiben. Durch die Effizienz der Apple Silicons sollen die Lüfter bei vielen alltäglichen Arbeiten überhaupt nicht erst anspringen müssen.

Das neue 16-Zoll MacBook Pro ist dabei 16.8 Millimeter dick und 2.13 Kilogram schwer, das neue 14-Zoll MacBook 15.5 mm und 1.58 kg schwer. Zum Vergleich: das bisherige 16-Zoll MacBook Pro wiegt 2.0 kg und ist 16.2 mm dick, das 13-Zoll MacBook Pro (M1) ist 1.4 kg schwer und 15.6 cm dick.

Das neue Design sei aber «nur der Anfang» der Geschichte des neuen MacBook Pro. Weitere Details dazu liefert nun Shruti Haldea, ihres Zeichens «Mac Product Line Manager» bei Apple.

In jeglicher Hinsicht sei das neue MacBook Pro neu konzipiert worden, so Haldea. Auch bei der Tastatur. Wie die Managerin sagt, schätzen die Nutzer des separat erhältlichen Magic-Keyboards dessen grosse Funktionstasten-Reihe. Diese ist nun auch im MacBook Pro eingebaut. Die physischen Tasten ersetzen die vor fünf Jahren eingeführte «Touch Bar». Die ganze Tastatur sei in ein «doppelt-eloxierten schwarzen Senke» eingesetzt, die «elegant die von hinten beleuchteten Tasten hervorhebt». Weiterhin Teil jedes MacBook Pro ist ein grosses Force-Touch-Trackpad.

Betreffend «Konnektivität» kann Haldea verkünden, dass das neue MacBook Pro wieder über mehr Anschlüsse verfügt. Auf der rechten Seite befindet sich neu wieder einen HDMI-Anschluss, weiter gibt es einen Thunderbolt-4-Anschluss für Hochgeschwindigkeits-Peripherie und ebenfalls wieder eingeführt: ein SD-Card-Slot für entsprechende Medien-Karten. Auf der linken Seite unterstützt der Kopfhörer-Anschluss neu auch hoch-ohmige Kopfhörer. Weiter gibt es hier zwei zusätzliche Thunderbolt-4-Anschlüsse und der magnetische Anschluss «MagSafe» ist wiederauferstanden. Als «MagSafe 3» verfügt der Stecker über ein neues Design, der nun eine höhere Stromeinspeisung unterstützt.

Übrigens können die neuen MacBook Pro weiterhin auch alternativ per USB-C-Ladekabel über die Thunderbolt-Anschlüsse aufgeladen werden.

Wie bereits erwähnt können die neuen MacBook Pro neu mehr externe Monitore ansprechen. Die Modelle mit M1-Pro-Chip können bis zu zwei «Pro Display XDR» (lösen mit bis zu 6K auf) betrieben werden. Die Modellen mit M1-Max-Chip können bis zu drei «Pro Display XDR» betreiben und zusätzlich noch einen 4K-Fernseher (total über 75 Millionen Pixel) – «und man hat nach wie vor Anschlüsse verfügbar für HiFi-Kopfhörer und Kamera-Speichermedien».

Gemäss Haldea sind dies die «fortschrittlichste Konnektivität in einem Mac-Notebook, die es je gab».

Das neue MacBook Pro verfügt auch über ein «atemberaubendes Display», fügt Haldea an und übergibt das Wort an die Product-Design-VP Kate Bergeron.

«Im neuen MacBook Pro bringen wir das atemberaubende Retina Display auf eine ganz neue Ebene», beginnt Bergeron ihren Teil der Keynote. Die Ränder des Displays links und rechts sind neu nur noch 3.5 Millimeter dick – 24 Prozent dünner als bisher. Gleichzeitig wurde das Display auch um die Kamera herum vergrössert. Auch hier sind die Ränder nun nur noch 3.5 mm dick – womit der obige Rand nun sogar um 60 Prozent dünner wurde. Und ja, die Kamera ist neu in einem «Notch» bzw. in einer Display-Kerbe, wie man sich das vom iPhone her gewohnt ist.

Den freigewordenen Raum nutze macOS gut aus, indem es «die Menüleiste nach oben aus dem Weg verschiebt» und «automatisch um die Kamera herum anpasst». Damit sehe man mehr von den anzuzeigenden Inhalten. Besonders gut aussehen soll dies im Dunkelmodus, so Bergeron. Insgesamt sei dies ein «fantastisches Nutzererlebnis».

Mit dem neuen Design sind die Displays neu grösser. Heisst konkret: Das 16er MacBook Pro verfügt über einen 16.2 Zoll grossen Bildschirm – und dies in einem fast gleich-grossen Gehäuse wie bisher. Durch eine höhere Pixeldichte zeigt es neu über 1.8 Millionen Pixel mehr an als bisher – total 7.7 Millionen Pixel bei einer Auflösung von 3456 mal 2234 Pixel.

Die neue 14er-Grösse hat ein 14.2 Zoll grosses Display verbaut. Dieses zeigt 5.9 Millionen Pixel bei einer Auflösung von 3024 mal 1964 Pixeln an – das ist eine höhere Auflösung als das 16-Zoll Display des bisherigen MacBook Pro fähig war darzustellen.

Neu hält auch die ProMotion-Technologie Einzug auf den Mac. Die dynamische Bildwiederholungsrate ermöglicht bis zu 120 Hz schnelle Anzeige – je nachdem was auf dem Bildschirm gerade angezeigt wird.

Der Bildschirm ist erstmals ein «Liquid Retina XDR»-Display. Der Bildschirm unterstützt also HDR-Inhalte. Inspiriert wurde das Display vom «Pro Display XDR» – basieren tut es – wie das iPad Pro – auf der fortschrittlichen Display-Technologie mini LED. Das neue Display leuchtet dauerhaft mit 1000 nits über die ganze Dsiplay-Fläche und kann als Spitzenhelligkeit sogar 1600 nits erreichen. Als mini-LED-Display bietet der Bildschirm des neuen MacBook Pro zudem ein Kontrastverhältnis von theoretisch bis zu 1’000’000:1.

Das sei «zweifellos das beste Notebook-Display» das es gibt, so Bergeron, die ihrerseits das Wort damit an Trevor McLeod übergibt, der mehr über das Kamera- und Audio-System in neuen MacBook Pro erzählt.

Zurück im MacBook Pro: Der magnetische Stromstocker «MagSafe» (Apple )

McLeod ist «Senior Engineering Programm, Manager» für Mac-Systems und zeigt, dass das neue MacBook Pro über eine Webcam mit der doppelten Auflösung als bisher verfügt – neu 1080p. Die Kamera besteht aus einer neuen Linse aus vier Gläsern und einer grösseren Blende bis ƒ2.0. Zusammen mit einem grösseren Bildsensor mit besseren Pixeln soll die neue Kamera eine «zweimal bessere Leistung» bei schlechten Lichtverhältnissen bieten. Weiter nutzt die Kamera die ISP und die Neural Engine im M1-SoC, womit in Echtzeit die Videoqualität noch mehr verbessert werden kann.

Bezüglich Audio hat Apple das «branchenführende Mikrofon-System» weiter verbessert. Das aktualisierte «Drei-Mikrofon-Array mit Studio-Qualität» senkt das Grundrauschen erneut um bis zu 60 Prozent, um noch klarere Aufnahmen und selbst die «subtilsten Geräusche» einfangen zu können.

Dem 16-Zoll MacBook Pro hat das Team ein «noch besseres Soundsystem mit sechs Lautsprechern» verliehen. Dieses besteht aus zwei Hochtönern und vier Tieftönern mit Force Cancelling. Die Hochton-Lautsprecher sind fast doppelt so gross wie bisher und «liefern ein reineres Klangbild in den Mitten und Höhen», so McLeod. Die Tiefton-Membranen seien ebenfalls grösser und verfügen über einen grösseren Bewegungsumfang – damit können sie doppelt so viel Luft in Bewegung setzen, was 80 Prozent mehr Bass ermöglicht. Weiter heisst dass, dass sie eine halbe Oktave tiefer kommen als bisher.

Wie McLeod dann doch hinweist, gibt es ebendieses Soundsystem mit sechs Lautsprechern auch im neuen 14-Zoll MacBook Pro. Und das neue System unterstützt auch Spatial Audio bzw. «3D Audio» (sind also auch Dolby-Atmos-Lautsprecher).

Zurück im Fokus erzählt Shruti Haldea über die Performance des neuen MacBook Pro.

Shruti Haldea zeigt das neue MacBook Pro (Apple )

Das 16-Zoll Modell mit M1 Pro und M1 Max sind in CPU-Leistung bis zu zweimal schneller als das bisher schnellste Core-i9-MacBook-Pro. Bei der Grafik ist der M1 Pro bis zu 2.5-mal schneller als das bisherige 16er-MBP mit der Radeon Pro 5600M und der M1 Max sogar 4-mal schneller als ebendieses bisherige Modell.

Auch das 14-Zoll Modell kann mit einem M1 Max ausgestattet werden. Verglichen mit dem bisher leistungsfähigsten Core-i7-Modell des 13-Zoll MacBook Pro kann das neue Modell mit einer bis zu 3.7-mal schnelleren CPU-Leistung aufwarten. Bei der Grafik ist hier der M1 Pro bis zu neunmal schneller und der M1 Max sogar bis zu 13-mal schneller. ML-Aufgaben sind bis zu 11 Mal schneller als beim Core-i7-13-Zoll-MBP.

Insbesondere der viel grössere Arbeitsspeicher-Zugriff für die Grafikeinheit sei hier auch eindrücklich, so Haldea. «Selbst die modernsten Profi-PC-Notebooks haben höchstens 16 GB Grafikspeicher», mit den 64 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher beim M1 Max hat das MacBook Pro viel mehr Arbeitsspeicher für die GPU zur Verfügung. «Kein anderes Notebook kommt dem ansatzweise nahe.» Dank der neuen Media-Engine können sogar bis zu 30 4K-ProRes-422-Videostreams in Final Cut Pro bearbeitet werden – oder bis zu sieben 8K-ProRes-422-Streams. Das seien mehr Streams als auf einem Mac Pro mit 28 Cores und einer Afterburner-Karte.

Auch die SSD sind noch schneller geworden und bieten neu Lesegeschwindigkeiten bis zu 7.4 GB/s.

All dies mit einer «aussergewöhnlichen Akkulaufzeit», wie Haldea weiter ausführt. Beispielsweise sollen Fotografen mit Lightroom Classic eine doppelt so lange Akkulaufzeit haben und Entwickler bis zu viermal mehr Code kompilieren können in einer Akkuladung. Bei alltäglichen Arbeiten sei die Akkulaufzeit «unfassbar»: Video-Wiedergabe bietet das neue 14-Zoll MacBook Pro bis zu 17 Stunden – das sind sieben mehr als bisher; das 16-Zoll MacBook Pro bietet hier sogar bis zu 21 Stunden Akkulaufzeit – 10 mehr als bisher und natürlich damit die längste Akkulaufzeit, die es je in einem Mac gegeben hat.

Weiter unterstützen die neuen MacBook Pro erstmals auch schnelles Aufladen. In nur 30 Minuten soll der Akku auf 50 Prozent laden können, so Haldea.

Betreffend Umwelt ist nun auch das neue MacBook Pro aus 100 Prozent rezycliertem Aluminium gefertigt.

«The new MacBook Pro | Supercharged for pros» (Apple)

Sowohl das neue 14- wie auch das neue 16-Zoll MacBook Pro sind wahlweise in «Silber» oder «Space-Grau» verfügbar und können ab heute vorbestellt werden, wie John Ternus nach einem Werbespot zu den neuen Mac-Notebooks ankündigt. In den Handel kommen werden die neuen MacBook Pro nächste Woche. Weiterhin im Angebot bleiben wird übrigens das letzten Herbst eingeführte 13-Zoll MacBook Pro mit M1-Chip.

«Mit dieser Vorstellung haben wir einen weiteren grossen Schritt im Übergang des Macs hin zu Apple Silicon gemacht», beschliesst Ternus, bevor er das Wort zurück an seinen Chef gibt.

Abschluss

Tim Cook – nach wie vor auf einer Wiese im Apple Park stehend – fasst die Neuigkeiten der heutigen Keynote zum Schluss zusammen. Es sei ein riesiger Tag für den Mac und die professionellen Kunden von Apple. Die neuen MacBook Pro seien die leistungsstärksten Mac-Notebooks, die Apple je gebaut habe – und sie seien auch «das beste Beispiel für die ausserordentliche Leistungskraft und Fähigkeiten, die wir bieten können, wenn wir unsere fortschrittlichsten Apple-Silicon-Technologien mit der Kraft von macOS vereinen».

An der heutigen Veranstaltung «haben wir uns auf zwei Themen konzentriert, die uns sehr wichtig sind – Musik und den Mac – und der kreative Geist, der aus beiden entsteht», so Cook weiter.

Tim Cook während der heutigen Special-Event-Keynote (Apple )

«Bei Apple ist Kreativität für unsere Identität und unser Schaffen unglaublich wichtig. Wir entwerfen Produkte, die unsere Nutzer ermächtigen und sie befähigen, von der Kreativität anderer inspiriert zu werden. Dies hilft unserem Team, stets Fortschritte zu machen und Produkte zu kreieren, die das Leben der Menschen bereichern.»

Zum Schluss nimmt sich Cook noch die Zeit, sich bei «allen hier bei Apple» zu bedanken, «für ihre unglaublichen Bemühungen in diesem Jahr». Aus diesem Satz könnte man lesen, dass es in diesem Jahr kein weiteres Special Event mehr geben wird. Mit dem Dank an die Zuschauer verabschiedet sich Cook und beendet somit die Keynote.

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