macOS beendet Unterstützung für HFS+ und AFP

In den kommenden Generationen von macOS wird für ein altes Dateisystem das Ende eingeläutet und ein noch älteres Netzwerkprotokoll verliert diesen Herbst die Unterstützung – moderne Nachfolgeprodukte sind längst etabliert.

Stefan Rechsteiner

«Verschlüsseltes HFS+» ist unter macOS 27 «deprecated»

Wie den Release-Notes der ersten Beta-Version von macOS 27 «Golden Gate» zu entnehmen ist, läuft verschlüsseltes HFS+ in der kommenden macOS-Generation neu als «deprecated (veraltet)» und wird daher in einer künftigen Version von macOS nicht mehr unterstützt.

Apple weist Nutzende von verschlüsselten HFS+-Volumes auf externen Laufwerken darauf hin, wenn möglich bald auf verschlüsselte, im APFS-Format formatierte Volumes zu wechseln.

Das moderne APFS-Format («Apple File System») hat Apple 2017 mit macOS 10.13 «High Sierra» eingeführt. «HFS+» baut auf dem alten Mac-File-System «Hierarchical File System» auf und ist etwa unter dem aktuellen macOS 26 «Tahoe» noch als «macOS Extended (journaled)» verfügbar. Auch macOS 27 «Golden Gate» wird noch in der Lage sein, verschlüsselte HFS+-Volumes zu öffnen und zu beschreiben.

Mit welcher macOS-Version konkret verschlüsselte HFS+-Volumes nicht mehr gelesen werden können, ist noch nicht bekannt – möglicherweise könnte dies aber bereits mit macOS 28, welches für kommendes Jahr erwartet wird, so weit sein.

Alle Mac-Computer der vergangenen 9 Jahre laufen standardmässig mit dem neuen APFS; wer indes noch ältere externe Laufwerke hat, sollte sich womöglich mal dessen Format anschauen – insbesondere wer langjährige oder alte verschlüsselte Time-Machine-Backups hat, könnte noch mit HFS+ unterwegs sein; macOS erstellte bis Version 10.15 «Catalina» (2019/2020) standardmässig entsprechende Sicherungen mit HFS+.

«AFP» nicht mehr Bestandteil von macOS 27 «Golden Gate»

Das Apple-Netzwerkprotokoll «AFP» («Apple Filing Protocol») aus den 1980er-Jahren wird mit dem kommenden macOS 27 «Golden Gate» nicht mehr unterstützt. Neu ist diese Erkenntnis nicht – Apple hatte die Entfernung bereits vor über einem Jahr angekündigt (macprime berichtete). Auf dem Mac hat die Rolle von AFP schon länger Server Message Block oder geläufig auch «Samba», kurz «SMB», übernommen.

Die Entfernung der Unterstützung für AFP in «Golden Gate» läutet nun auch das Ende des macOS-Supports für die Backup-Funktion «Time Machine» über die «Time Capsule» ein. Mit «TimeCapsuleSMB» gibt es – entwickelt von einem ehemaligen Microsoft-Angestelten – aber bereits ein Workaround aus der Community, der die Time Capsule fit macht für das moderne Samba 4.

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